So ging man vor über 10 Jahren online #tbt #Throwback

Diesen #ThrowbackThursday widme ich der Datenkarte, die mich erstmal so richtig „ortsunabhängig“ gemacht hat. Stimmt zwar nicht ganz, weil der Netzaufbau noch nicht flächendeckend war, aber es ging schon in die Richtung „My Office is where I am!“. Mit Schrecken hat man dann ungläubig in der notwendigen Provider-Software auf die Anzeige „GPRS“ gestarrt, UMTS war nur Großstädten vorbehalten.

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Datentarif: „A1 Mobiles Breitband 600“ mit 600 MB pro Monat um 39 EUR. War anfangs sogar ok, selten über 400MB verbraucht.

Die Karte ist für den PCMCIA-Slot, damals ein Standard für portable Geräte, nun eigentlich auf der PC Plattform schon fast in der Kategorie „special interest“ zu finden. Aber keineswegs komplett tot, so haben die meisten Fernseher einen PCMCIA-Slot für die Krypto-Decoder (CI+ Modul).

Was jedenfalls in der Erinnerung ein Horror war: Die Provider-Software. Die musste natürlich gebranded sein, wodurch die Updates (wenn überhaupt) nur sehr spät ausgerollt wurden… also in etwa so wie bei so manchen Handy-Plattformen. Aber am jungen VistaBlog hat mich die Situation sehr erfreut, ich hatte die Anleitung, wie man die Karte von Option (und auch die HUAWEI-„Eier“) auch unter Vista zum Laufen bekommt. Da war mal der erste Tipp, den Warnhinweis „Bitte ausschließlich beiliegende Software installieren“ zu ignorieren,… war jedenfalls sehr gefragt!

Heute ist das natürlich alles kein wirkliches Thema mehr. Entweder man nutzt einen mobilen Access Point bzw. Router, die Internetfreigabe am Mobiltelefon oder hat die Karte gleich im Gerät eingebaut. Extra Software braucht es da auch keine mehr.

Und wieder stellt sich die Frage: Aufheben oder wegschmeißen? Ich vermute, dass die Karte nie mehr zum Einsatz kommen wird. Hmmm.

PS, weil’s so gut passt:

„Während alle schon LTE haben, surfen wir bei Microsoft noch mit Edge.“

 

3 Kommentare

  • Kann mich gut erinnern. Der Vista-Launch hatte die Hardware-Hersteller wohl komplett überrascht (Wer könnte denn erahnen, dass Microsoft ein neues OS nach den vielen Beta-Phasen, ausrollen wird). Obendrein wurde mit Vista ja das neue Treibermodell und UAC ausgerollt. Der Todesstoß für jede Menge alter Hardware, die damit nicht zurecht kam und die Hersteller einfach keinen Bock hatten ihren Kunden einen neuen Treiber zur Verfügung zu stellen…

    • Genau, wer konnte denn ahnen, dass 6 Jahre später und nach mehreren Betas so plötzlich ein OS von Microsoft herauskommt. Im Fall der Datenkarte: Es gab ja Treiber, bloß eben nicht von A1. Einer der ersten Tipps war, dass man von der deutschen Vodafone die Connect Software nimmt. Wenn man sie denn wollte, ich hatte darauf dann komplett verzichtet und bin mit *99# per dial up Verbindung online gegangen.

  • Das mit der extra Software unter Windows stimmt leider nur zum Teil. Klar, ich brauch keine verbuggte und aufgeblähte Software für die Einwahl, aber bislang immer noch nicht möglich ist der Empfang und Versand von SMS – und ja, teilweise ist das notwendig, weil manche Provider so den Zugang verifizieren. Nur Email und Kennwort reicht leider nicht.

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