HowTo: Automatische Treiberinstallation unter Windows 10 unterbinden

Prinzipiell eine feine Sache: Einfach ans Internet und schon hat der Rechner die richtigen Treiber. Aber wenn jemand pfuscht und der Treiber ist ganz und gar nicht richtig,… dann ist die Freude über automatische Updates überschaubar groß. So kann man es deaktivieren.

Temporär einen einzelnen Treiber unterbinden

Mit einem kleinen Tool kann man ganz gezielt einen einzelnen Treiber vom automatischen Update ausschließen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn der Hardwarehersteller partout den falschen Audio- oder Touchpadtreiber verteilt.

Die cab-Datei (siehe Download) ausführen, dann mal auf „Weiter“ und im nächsten Schritt auf „Hide Updates“ bzw. kann man hier mit „Show hidden updates“ die zuvor ausgeblendeten Updates wieder sichtbar machen.

HideUpdate1 HideUpdate2

Und hier den Bösewicht auswählen, der nicht mehr aktualisiert werden soll:

HideUpdate3

Das war’s.

Download: https://support.microsoft.com/en-us/kb/3073930

Was aber, wenn man die Treiberupdates gänzlich unterbinden möchte? Auch das geht, man braucht auch keinen Download.

Generell Treiberupdates über Windows Update deaktivieren

Die Treiber-Updates gänzlich ausschalten geht sogar recht einfach, allerdings muss man wirklich wissen wo (BTW: es ist an der selben Stelle wie auch bei Windows 8).

Rechtsklick auf das Startmenü und auf „System“, dort dann auf „Erweiterte Systemeinstellungen“:

driverinstall_deact1

In dem Fenster nun auf den Tab „Hardware“ und auf „Geräteinstallationseinstellungen“

driverinstall_deact2

Und hier am besten den Text nicht lesen. Ich weiß nicht, was mir diese Zeilen sagen möchten, aber man schaltet hier den Treiberdownload über Windows Update aus. Wer ein englisches OS verwendet, da steht „Do you want Windows to download driver software and realistic icons for your devices“:

driverinstall_deact3

Auf „Nein“ gehen, „Änderungen speichern“, das war’s dann auch damit.

Schlussbemerkung

Meine generelle Empfehlung ist, dass man die automatischen Updates aktiv lässt und nur im Anlassfall einen „speziellen“ Treiber blockiert. Ja, ein gewisses Risiko besteht, aber bei der Menge an Updates ist die Fehlerrate überschaubar. Und wenn man es deaktiviert, dann bleibt es auch so, worauf man sich ganz anderen Risiken aussetzt. Ich persönlich habe alle Rechner (und ja, auch die Surfaces) auf Auto-Update und musste bisher auch noch keine Treiber ausblenden. Möge es so bleiben.

 

5 Kommentare

  • Ich habe es generell deaktiviert und verwende DRIVER BOOSTER
    http://www.iobit.com/de/driver-booster.php

    Ich gehöre scheinbar zu jenen die damit schlechte Erfahrung gemacht haben. Das ist aber nicht der Hauptgrund sondern einfach die Driver Aktualität

    lg

  • Ich deaktiviere dies immer vor einem (manuellem) Grafikkartentreiberupdate. Und zwar bevor der alte deinstalliert wird und der neue installiert wird. Ansonsten wird im Zeitraum der Neuinstallation von Windows irgendeine Treiberversion geladen und ungefragt das gesamte Treiberpaket inklusive unerwünschter Software installiert. Darüber hinaus sind die Treiber über Windows Update immer älter als von der Webseite des Grafikchipherstellers. Besonders wenn die Installation unmittelbar nach Veröffentlich auf der Webseite stattfindet. Dann kann es über Windows Update noch nicht aktuell sein.

    Meine Treiberinstallation ist immer „Benutzerdefiniert“ und nicht „Vollständig“. Egal ob Nvidia oder AMD – es gibt bei beiden unerwünschte Bloadware…

  • Vielen Dank für den sehr nützlichen Artikel. Die Verwendung von Update-Tools wie Drive Booster und Co. sehe ich eher kritisch, aber das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

  • Ich bin auch mehr der Meinung, halt die Treiber aktuell. Es gibt nicht um sonst Update davon und sie werden ja nicht gemacht um die Programmierer zu beschäftigen.
    Das Problem sehe ich da mehr bei Windows, das es in der PC Welt eben viele unterschiedliche Hardware gibt, die eine Vielzahl von Kombinationen ergibt. Ich denke das Probleme wenn sie mit Treiber auftreten mehr von daher kommen. Den Treibern geht es ja genau so wie Windows, denkt einfach mal daran wie viele Grafikkarten es gibt die den selben Grafikprozessort benutzen. Damit ist jede eben ein wenig anderes. Der Vorteil ich kann mehr eher einen Rechner zusammenstellen der so ist wie man will und man sich leisten kann.

    Der einzige Weg wäre sich einen Hersteller zu suchen wo es nicht so viele unterschiedliche Hardware gibt. Da würde nur Apple in Frage kommen. Doch als Mensch der sehr lange Apple hatte kann ich nur sagen, STOP UND VORSICHT.
    Den zwei, sagen wir iMacs aus dem selben Jahr und gleichen Model sind oft gar nicht so gleich wie man glaubt. Auch hier gibt es, wenn auch kleine, Unterscheide. Die Erfahrung nach 16 Jahren Apple hat mich gelehrt, genau das kann schon reichen.

    Es stimmt zwar das es dort weit seltener vorkommt als bei Windows Systemen. Ist man aber betroffen dann hat man echt ein Problem. Den auf Windows schafft man es vielleicht einen ältere Treiber Version auf zutreiben und wieder aufzuspielen. Am Mac aber kaum. Da bleibt nur die Möglichkeit, den Computer neu auf zusetzen und das letzte Update, das den Treiber enthalten hat nicht mehr aus zuführen. Dumm dabei ist leider das der Mac dabei das System von Apple neu ladet. Ist dieses Update dort enthalten dann kann man nur mehr warten bis es Apple behoben hat. Dumm halt dann wenn es der Grafikreiber ist, was ja schon vorkam.

    So gesehen ist das auf Windows wieder rum halb so schlimm und daher denke ich man sollte die Automatischen Update laufen lassen. ( Außer man hat eine Maschine auf der schon 5 000 Tools laufen, weil dann ist sie auch anfälliger). Man darf ja auch nicht vergessen das mit Update nicht nur Bugs behoben werden sondern auch Sicherheitslücken geschlossen.

    Es gibt halt nichts was nur Vorteile oder Nachteile hat,

    Am Ende kann man ja nur sagen, wir als Mensch laufen ja auch nicht immer Fehlerlos, warum also sollte es dann der Computer? .-)

  • Von Driver Booster etc. lasse ich -aufgrund durchwachsener Erfahrungen- definitiv die Finger! Die automatischen Treiber-Updates bei Windows empfehle ich, NICHT auszuschalten sondern nur einzelen Updates bei Erfordernis, wie bei mir derzeit für ein Update von Intel für diese komische Hitzeplatform. Da mein Notebook keinen Lüfter hat, wird dieses Update gar nicht benötigt und aktualisiert sich dem zufolge auch nicht, was kein Problem wäre, wenn dieser Mist nicht andauernd (!)
    angeboten werden würde … !

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