Shoppingerlebnis: Wie man PCs nicht verkauft

WiGhs meinte ja, ich soll mehr von Problemen berichten und nicht nur wie zuckerlrosa die Welt ist. Gerne. Zum Beispiel wollte ich gestern shoppen gehen – Tochter Nr. 1 und Frau Nr. 1 brauchen neue Laptops, ich will eventuell einen Fernseher. Und weil es eben doch ganz nett ist, die Dinger in Aktion zu sehen,… Kreditkarte und Familie eingepackt und ab zum nächsten Händler.

Nicht falsch verstehen, ich will gegen niemanden treten, aber ich war bereit zwei Laptops dort beim Händler zu kaufen, da hätte es nicht viel gebraucht. Zudem ist es so, dass ich persönlich selten Consumer-PCs kaufe und auf die Frage, welchen Laptop man sich kaufen soll meisten reflexartig mit “Thinkpad” antworte, was aber Angesichts der Zielgruppe wohl nicht ganz das richtige in diesem Fall gewesen wäre. Also einfach schauen, was nett aussieht (ich mach dann den Spezifikations-Check, damit es nicht ein kompletter Fehlgriff ist,…) und zuschlagen.

In mehreren Reihen werden die Geräte präsentiert. Ich konnte keine Muster erkennen, es waren einfach “viele”, die irgendwie eben nebeneinander aufgereiht waren. Sorry wegen der Spiegelungen bei den Fotos (…).

WP_20130817_004 WP_20130817_001

WP_20130817_002 WP_20130817_003

Die wenigen Rechner, die funktioniert haben, hatten mitunter mehr Icons am Desktop als auf dem Startscreen. Die Mehrheit (!) der Rechner hat allerdings nur ein “Windows aktivieren” gezeigt. Andere zeigten nur einen Login Screen mit einem passwortgesicherten Account mit dem Namen der Kette.

Genau abgezählt habe ich es nicht, aber es würde mich wundern wenn überhaupt ein Sechstel der Rechner dort in einem Zustand gewesen wären, sodass sich ein Konsument einen Eindruck verschaffen könnte (einen guten Eindruck, weil einen schlechten konnte man sich sehr wohl verschaffen).

Immerhin: HP hatte eine eigene Insel (das aufgeräumte und hübsche Vorbild stand gleich nebenan), doch nur etwas Kopieren reicht dann halt doch nicht: Zwei der Rechner hatten einen kontinuierlichen Bluescreen – Automatische Reparatur-Zyklus (!). Ich nehme an, das war als Werbung für den Verkaufsstand nebenan gedacht.

image_1274

Es wirkt generell nicht so, als hätte in diesem Geschäft irgendwer ein Interesse PCs zu verkaufen. Ich kann nur vermuten, dass dort so viel Geld verdient wird, dass man den Kunden die Produkte nicht in einer angemessenen Art präsentieren braucht, weil sie sich von alleine verkaufen.

Letztlich: ich hätte dennoch zwei Geräte gefunden, die halbwegs ok waren. Leider nahm das Geschäft keine Kreditkarten. Dann eben nicht, … aber spannend finde ich es dennoch: ich wollte an diesem Tag in diesem Geschäft zwei Laptops kaufen (auch damit ich das erledigt habe) und bin mit leeren Händen und abgeschreckt rausgegangen. Macht nichts, ich werde zwei Laptops kaufen, aber ich verstehe völlig, dass ein “normaler” Konsument seine Kaufabsichten nicht unbedingt in Richtung PC-Hardware lenkt, wenn es nicht absolut notwendig ist, die bestehende Hardware zu tauschen.

Dass es auch anders gehen würde, weiß Microsoft eigentlich – und Apple schon lange: hier ein Montag-morgen Besuch vor der MGX Konferenz in der Lennox Mall in Atlanta. Fescher Store, hinten saß eine Schulklasse (?) und hat ein Training bekommen, aufgeräumte Tische, funktionierende PCs (dass man das dazuschreiben muss,…) und extrem freundliches Personal.

WP_20130715_004 WP_20130715_003

Vielleicht bekommen wir ja bis 2027 auch einen Microsoft Store nach Österreich.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s