Kein Skandal – Ortungsdaten auf Windows Phone

Eigentlich wollte ich mich ja zurücklehnen und schauen was passiert, denn den passenden Artikel zu Ortungsdaten und WP7 habe ich ja schon geschrieben: Ortungsdaten und Windows Phone. Hier dennoch eine Aktualisierung.

Grund: Durch einen Bericht von CNET  ist das Thema wieder aktuell geworden. Während der CNET Artikel ganz ok ist, wird er mitunter falsch oder ungenau übersetzt. Übrigens der technische interessantere Artikel ist jener von Elie Burszein.

Der “Skandal” ist weder das Sammeln von ortsbezogenen Daten, noch die Art der Daten. Und ganz nebenbei: die MAC Adressen von WLANs sammeln iOS und Android genau so. Auch ist vor allem eine Nutzergruppe gar nicht betroffen: Windows Phone 7 Benutzer (gell, Golem):

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Das suggeriert, dass Windows Phone User identifizierbar in der Datenbank gespeichert sind. Das ist NICHT der Fall. Der Windows Phone User ist weder in der Datenbank identifizierbar, noch taucht das eigene Phone darin auf. In der Datenbank werden gefundene Access Points bzw. deren MAC-Adresse gespeichert.

Der Grund, warum Windows Phone User da in der Datenbank nicht auftauchen, ist ja weniger ein Feature, als etwas dass ein Windows Phone von Haus aus nicht kann: WLAN Hotspot spielen. Und da in der Datenbank nur WLAN Access Points enthalten sind,… Was darin sehr wohl enthalten sein kann: Android oder iOS Geräte, wenn sie als WLAN Router agieren – aber auch das ist per se nichts böses, denn wenn man sein Gerät in einen WLAN Hotspot verwandelt, dann darf man sich nicht wundern, dass dieses WLAN auch von anderen Geräten entdeckt wird.

UPDATE: derStandard Schlagzeile:

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Auch für PCs gilt: nur dann wenn der PC selbst als HotSpot agiert – was ziemlich unwahrscheinlich ist. Es ist keineswegs so, wie im Artikel genannt, das “die Standortdaten von WiFi-tauglichen Geräten wie Handys und PCs ausfindig” gemacht werden können. [/UPDATE]

Um jetzt wirklich ein Bewegungsprofil zu erstellen:

  • Müsste ich erst die MAC Adresse des Geräts des Benutzers wissen.
  • Der Benutzer muss sein Gerät als WLAN Access Point betreiben.
  • Ein Windows Phone muss in der Nähe sein, dass diesen Access Point entdeckt. Außerdem muss genau zu diesem Zeitpunkt der Benutzer über eine App auf die Location API zugreifen, denn nur dann wird die Position abgefragt und übermittelt.

Um ein wirkliches Bewegungsprofil zu erhalten, muss dies dauernd der Fall sein (WLAN Betrieb und WLAN entdecken, App mit Geo-Infos)…

Liveside.net hat ein Statement von Microsoft erhalten, geantwortet hat Reid Kuhn, Partner Group Program Manager, Windows Phone Engineering Team, Microsoft:

“To provide location-based services, Microsoft collects publicly broadcast Cell Tower IDs and MAC addresses of Wi-Fi access points via both user devices and managed driving.  If a user chooses to use their smartphone or mobile device as a Wi-Fi access point, their MAC address may also be included as a part of our service. However, since mobile devices typically move from one place to another they are not helpful in providing location. Once we determine that a device is not in a fixed location we remove it from our list of active MAC addresses.”

Quelle: Microsoft’s Live Location API: Is it a “massive privacy hole”?

Demnach werden also gefundene Geräte, die ihre Position verändern, sowieso nach einer Zeit aus der Datenbank gelöscht – womit das Thema auch wieder erledigt ist.

Und einmal darf ich Golem noch in Frage stellen:

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Mein Gott, klickt doch wenigstens auf die Webseiten, die ihr verlinkt. Steht ja eh alles dort. Elie verwendet die Live Location API, die Microsoft ganz offiziell zur Verfügung stellt. Und diese liefert für eine MAC Adresse die zugehörige Position (so vorhanden). Das ist keine (unbeabsichtigte) Sicherheitslücke.

Kritik

Man sollte aufpassen, dass man tatsächliche Probleme mit dem Datenschutz, wie sie bei Google oder Apple aufgetreten sind, nicht mit nur sehr theoretischen und in der Konsequenz harmlosen Themen vermischt oder verwässert. Schon klar, dass man gerne Microsoft auch bei der Verletzung der Privatsphäre erwischen möchte (und gut so dass man aufpasst!) aber hier ist es einfach kein Skandal.

Reduziert auf die eigentliche Frage: soll die Abfrage von Daten wirklich so einfach sein (keine Restriktionen) oder sollte diese Datenbank geschützt sein? Offenbar ist Microsoft bisher der Meinung, dass diese Daten ja sowieso völlig frei zugänglich sind.

Vielleicht steckt aber ja mehr dahinter, … nach der BlackHat wissen wir mehr 🙂

Mehr Information:

Internet Explorer 9: Update für scharfe Schrift

Microsoft hat ein Update für einige Schriften veröffentlicht, das die Darstellung von bestimmten Fonts im IE9 und Firefox (speziell wenn sie klein sind) verbessern soll. Es kam bei manchen Anwendern zu Problemen, die Darstellung sei verwaschen und unscharf.

Dazu auch lesenswert der diesbezügliche Eintrag am Blog von Daniel Melanchthon, speziell auch die Kommentare. Ich stimme Daniel hier nur bedingt zu, denn ich habe persönlich nichts gegen DirectWrite/ClearType und präferiere keineswegs eckige ClearType-lose GDI Darstellung. Das Problem ist, dass es am Desktop BLURRY ist. Verwaschen. Macht innerhalb von Sekunden Kopfweh. Auf einem anderen Gerät (Laptop) habe ich damit NULL Probleme.

Mir hat der Fix jedenfalls nicht geholfen, die Schriften sind nach wie vor “verschwommen”, deswegen … tja, muss es am Desktop wohl der IE8 auch noch tun (und Chrome). Am Laptop (und Windows Phone Mango) bin ich hochzufrieden mit IE9.  Aber zumindest hat man auf das Problem mal reagiert, nachdem es ja eher den Anschein hatte, dass es in den Bereich der Einbildung gestellt worden ist,…

Mehr Information:

Windows Phone App: SpeedoPlus

Windows Blogger Long Zheng (istartedsomething.com) hat seine erste Phone App geschrieben. Es ist eine simple, aber nette Geschwindigkeitsanzeige.

speedoplus

  • Zeigt die Geschwindigkeit in km/h an (Alternativ: Meilen)
  • Ein Graph zeigt Geschwindigkeitsverlauf
  • Durchschnitt und Maximum lassen sich anzeigen
  • Himmelsrichtung
  • Karte lässt sich einblenden
  • Warnung bei Geschwindigkeitsübertretung
  • Windschutzscheibenmodus, dabei wird der Text gespiegelt, man legt das Handy an eine passende Stelle und hat so ein HUD. Funktioniert vor allem in der Nacht ausgezeichnet!

Wobei die Funktionen selbst nicht jetzt etwas so besonderes sind, was mir gefällt ist die schnörkellose Präsentation der App. Die App liegt in einer voll funktionsfähigen und werbefreien Trial vor, wenn man den Entwickler unterstützen möchte, dann kann man 1 EUR zahlen (Verzeihung: 0,99€). Da ich ein Long Zheng Fan bin, hab ich mir diese Ausgabe geleistet. Awesome.

Das Bild hier enthält einen übrigens Microsoft Tag, mit einem Mango Device kann man so die App sofort herunterladen, einfach den Suchknopf und Bing Vision (das “Auge”) nutzen und auf den Bildschirm richten. Der Rest der Menschheit Windows Phone User muss diesen Link benutzen:

Quelle: My first WP7 app – Speedo Plus

Ergebnis: Die Kinder sitzen nun im Auto auf der Rückbank mit meinem Phone und sagen mir immer, wenn ich zu schnell unterwegs bin. Na das hab ich gebraucht.

Tool-Tipp: FTP-Programm

Wie so oft kann Windows einiges, aber nicht alles. Das gibt immer Raum für zusätzliche Programme. So zum Beispiel für einen g’scheiten FTP Client um Dateien von einem Server zu laden oder dorthin zu verfrachten.

Zuerst jedoch ein Blick auf die eingebauten Möglichkeiten, Windows hat gleich mehrere davon. Eine, im Benutzerkomfort kaum zu übertreffen, ist die Commandline:

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Ok,… etwas besser, es geht auch über den Windows Explorer:

image_837 Im Internet Explorer geht es auch, bloß meint der, dass man doch die FTP Seite im Windows Explorer öffnen möge (ALT, Ansicht, “FTP Seite in Windows Explorer öffnen”). Auch noch nicht ideal, …

FileZilla

Deswegen hier der Tipp für einen FTP-Client, der “alles” kann und auch netterweise nichts kostet: die OpenSource Software FileZilla.

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Der Funktionsumfang ist groß, unter anderem (Copy & Paste):

  • Umfangreiche Protokoll Unterstützung: FTP, FTP over SSL/TLS (FTPS), SSH File Transfer Protocol (SFTP), HTTP/1.1, SOCKS5 und FTP-Proxy support, IPv6
  • Für viele Sprachen und Plattformen verfügbar
  • Anhalten und Wiederaufnehmen von Transfers, auch >4GB
  • Übersichtliche Verwaltung von FTP-Sites
  • Transfer-Queue
  • Lesezeichen
  • Bookmarks
  • Drag & Drop support
  • Einstellbare Bandbreitennutzung (Angenehm für Hintergrund-Transfers)
  • Und einiges mehr.

Mehr Info/Download: http://filezilla-project.org/

Windows Server “8” Sneak Preview: Hyper-V Replica

Im Juli wurde auf der Worldwide Partner Conference erstmals ein Feature des kommenden Windows Server gezeigt: Hyper-V Replica

Hier geht’s zum Video, die Windows 8 Demo startet beim Zeitpunkt 36:54:

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Zum Video.

Im Sneek Preview wird Hyper-V mit 16 virtuellen CPUs (nicht das Limit!) mit Hyper-V Replica gezeigt – das îst eine asynchrones, über die Applikationen konsistente Replikation von virtuellen Maschinen sein. Voraussetzungen: Hyper-V und eine Netzwerkverbindung, dann kann man schon lustig Replizieren. Mein Gott, wenn das Leben wirklich so einfach wäre…

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Und das ist natürlich nur der Beginn. Mehr – nicht nur zum Client, sondern auch zum Server – gibt’s dann auf der  Microsoft BUILD Konferenz, 13. – 16. September in Anaheim.

MAP 6.0 verfügbar

Das Microsoft Assessment and Planning (MAP) Toolkit ist ein Werkzeug, dass ohne eigenen Agent auskommt und zur Bewertung der IT Landschaft, Inventarisierung und zum Reporting eingesetzt werden kann. Und das für verschiedenste Plattform-Migrationen inklusive Windows 7, Windows Server 2008 image_834 R2, Hyper-V, Windows Azure, und Hyper-V Cloud Fast Track.

Neu in Version 6.0:

  • Analyse des Applikationsportfolios auf Cloud-Tauglichkeit (Windows Azure), inklusive Kapazitätsschätzung.
  • Planungshilfen für Private Cloud Szenarien auf Hyper-V
  • Laut Microsoft laufen einige Programme besser auf Hyper-V als auf VMWare. Geanannt werden SQL Server, SharePoint und Exchange. Deswegen einige Checks auf Migrationskandidaten, auch wenn sie auf VMWare laufen.
  • Check der Office 365 Tauglichkeit (Hardware und Software, speziell die verwendete Office Version am Client).
  • Check der Bereitschaft auf Windows Internet Explorer 9 zu migrieren (ActiveX Controls, AddOns)
  • Oracle zu SQL Server Migration, Schema Tests

Mehr Information:

RAW Unterstützung für Kameras

Ah, das wird den einen oder anderen Fotografen sicherlich erfreuen. Microsoft hat ein RAW Codec Paket zum Download zur Verfügung gestellt, damit lassen sich die Original-Dateien von Kameras direkt im Windows Explorer und in der Windows Live Fotogalerie begutachten.

Das ist so toll, dass sogar ein eigenes Video dafür erstellt wurde (nein, nicht von mir, ich könnte bei einem Codec Pack nicht so freudig sprechen):

Video auf YouTube. Und wenn man nicht genug davon hat, da gibt’s noch eines.

Hier noch die Liste der unterstützten Geräte:

  • Canon: EOS 1000D, EOS 10D, EOS 1D Mk2, EOS 1D Mk3, EOS 1D Mk4, EOS 1D Mk2 N, EOS 1Ds Mk2, EOS 1Ds Mk3, EOS 20D, EOS 300D, EOS 30D, EOS 350D, EOS 400D, EOS 40D, EOS 450D, EOS 500D, EOS 550D, EOS 50D, EOS 5D, EOS 5D Mk2, EOS 7D, EOS D30, EOS D60, G2, G3, G5, G6, G9, G10, G11, Pro1, S90
  • Nikon: D100, D1H, D200, D2H, D2Hs, D2X, D2Xs, D3, D3s, D300, D3000, D300s, D3X, D40, D40x, D50, D5000, D60, D70, D700, D70s, D80, D90, P6000
  • Sony: A100, A200, A230, A300, A330, A350, A380, A700, A850, A900, DSC-R1
  • Olympus: C7070, C8080, E1, E10, E20, E3, E30, E300, E330, E400, E410, E420, E450, E500, E510, E520, E620, EP1
  • Pentax (nur PEF Formate): K100D, K100D Super, K10D, K110D, K200D, K20D, K7, K-x, *ist D, *ist DL, *ist DS
  • Leica: Digilux 3, D-LUX4, M8, M9
  • Minolta: DiMage A1, DiMage A2, Maxxum 7D (Dynax 7D in Europa)
  • Epson: RD1
  • Panasonic: G1, GH1, GF1, LX3

Mehr Information:

Via Jean F. R. (Facebook), danke für den Tipp.

McDonalds WLAN Anleitung Windows vs. Mac

Wirklich ein witziges Bild,… ja, ist schon kompliziert wenn man ein altes Betriebssystem verwendet.

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Quelle: TwitPic

Gut, abgesehen davon, dass sich jetzt Mac Anwender in verschiedenen Foren eins lachen, Windows 7 Anwender wissen, dass mit ihrem OS gleich leicht (vielleicht sogar einen Schritt einfacher) ist:

WLAN_Mc

Klick aufs richtige WLAN, Doppelklick reicht und man ist verbunden.

UPDATE via Scott Hanselman, nun entsprechend aktualisiert:

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Quelle: http://twitpic.com/5w9w1h/full

WHS 2011 Videos und Preisinformation

Microsoft stellt (englischsprachige) Kurz-Lern-Videos für den Windows Home Server 2011 zur Verfügung, hier z.B. wie man die Heimnetzgruppe

Auf YouTube ansehen

Weitere Learning Bites:

Quelle: http://windowsteamblog.com/windows/b/windowshomeserver/

Preissenkung

Hier ein Kommentar von WindowsBlog-Leser Markus, den ich einfach 1:1 zitiere:

Wäre durchaus ein lohnenswertes Thema für einen Blog-Eintrag gewesen dass die Windows Home Server Lizenz nur noch die Hälfte kostet, also derzeit 40,5 Euro… Also billiger gehts echt nicht mehr, wer da noch stundenlang mit Linux herumbastelt anstatt ein out of the box System zu verwenden das super läuft dem ist denke ich nicht mehr zu helfen…

Jo, eh. Wobei der WHS auch seine 100 EUR wert gewesen wäre, aber so ist natürlich noch netter.