Übersiedelungsmodus

Wenn man einen neuen Rechner in Betrieb nimmt, dann wäre es natürlich auch irgendwie fein, wenn man die Daten vom alten Rechner auch mit nimmt. Oder wenn man (das wird jetzt für viele sicher schlagend): von der Beta (oder einem der Zwischenbuilds) auf den RC von Windows 7 umsteigt und dabei den Tipp berücksichtigt, dass man KEIN Upgrade von Win7 Beta auf RC macht, sondern einen Clean Install vornimmt. Und da gibt es ein kleines Helferlein… Windows Easy Transfer.

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Jetzt kommt die Entscheidung, wie man die Daten denn gerne transferieren möchte. Im Normalfall also entwerder über Netzwerkshare oder USB Platte:

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Auch die nächste Wahl sollte nicht schwer zu treffen sein,…

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Jetzt kann die Benutzeraccounts auswählen, die übertragen werden sollen:

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Die Auswahl ließe sich auch noch anpassen, um Verzeichnisse noch hinzu zu fügen oder auszuschließen:

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Dann kann ich für das Packerl noch ein Passwort wählen:

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Und schon bekomme ich eine einzelne “Windows-EasyTransfer – Elemente vom Quellcomputer.MIG” Datei, die ich dann am Zielcomputer importiere.

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Windows Easy Transfer selbst muss natürlich auf dem Quellcomputer (Windows 2000, XP, Vista) erst mal installiert sein. Dazu geht man auf dem Windows 7 Rechner zuerst bei der Frage, ob das der Quell- oder Zielcomputer sei, auf ZIEL und hat dann die Möglichkeit Easy Transfer auf einen Share / USB Stick zu spielen – um das dann am alten System zu installieren:

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Ich nutze übrigens Windows Easy Transfer NICHT 😉 Ich hab meine Daten am Laptop in Outlook/Exchange (das sich einrichten lässt mit Weiter, Weiter, Fertig) und Live Mesh sowie Offline Folder. Im Prinzip steck ich da nur den Rechner an und hab wenig später auch alles. Aber für die kleine “Zu Hause” Migration nimmt einem Easy Transfer halt schon recht angenehm die Arbeit ab, vor allem weil man ja händisch doch immer Gefahr läuft etwas zu vergessen.

XP Mode getestet

So, ich habe mir den XP Mode nun auch angesehen, … funktioniert 🙂

Die Installation ist überschaubar, ich musste da zwar ein einen (noch nicht-öffentlichen) Patch einspielen, damit ich den Windows Virtual PC über Windows Update bekomme. Die XP VHD selbst (ein 450 MB MSI Installer) wird dann auf Microsoft Downloads zu beziehen sein. Alles in allem recht unspektakulär.

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Einzig das vorbereiten der XP-VHD am Anfang beim ersten Start hat recht lange gedauert (10 min?).

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Natürlich muss auch das XP mit Updates beglückt werden:

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Verwaltet werden die VMs (also was man halt so laufen hat) im Explorer.

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Und so sieht’s dann aus, man hat (entweder den vollen Desktop zum installieren oder) einfach ein Fenster mit der Anwendung aus XP. Die startet man aus dem Windows 7 Startmenü heraus. Bitte um Verzeihung, mir ist nichts eingefallen, was ich im XPM installieren soll, deswegen hab ich einfach den Firefox genommen.

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Updates für XP bekommt man auch über die Benachrichtungsleiste in Windows 7 mit:

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Was mir sonst so aufgefallen ist: es gehen problemlos mehrere Anwendungen aus der XP VHD.

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Die USB Unterstützung funktioniert übrigens auch gut im VPC, das Gerät kann durchgeroutet werden und steht dann im XP voll zur Verfügung. Ich habe zum Testen dieser Funktion einen Scanner angeschlossen, für den es keinen Treiber für Windows Vista 64 Bit (und auch nicht für Windows 7) gibt, einen Canon LiDe 35.

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Also im VPC Modus installiert, dazu habe ich das Gerät im Virtual PC angefügt:

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Hier meldet sich kurz Windows 7 noch mal und installiert einmal einen Treiber:

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Und dann hat man wieder die volle XP “Experience” beim Treiber installieren. Ich weiß schon warum ich kein XP mehr mag. Retro-Feeling, ohne Spaß.

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Nach Treibersuche und Installation kann ich nun scannen:

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Was ich jetzt noch machen müsste: das speichern der Dateien in einen entsprechend freigegebenen Ordner am Host System. Gut, ich wollte ich ja nur wissen ob es geht und die Antwort ist: ja, sieht man mal davon ab, dass eine Treiberinstallation unter XP doch etwas mühsam ist (Treiber suchen, Dow nloaden,…), wenn man es eigentlich von Windows Vista gewohnt so ist: anstecken Windows Update und geht,….

Leider hat das Scannen im Anwendungsmodus (also nur die Anwendung) nicht geklappt, weil ich es nicht geschafft habe, dem Windows Virtual PC zu sagen, dass er den Scanner (USB) IMMER in die VM umleiten soll. Da fehlt mir noch eine Option zum Einstellen, so musste ich die “volle” Umgebung starten und auf “Anfügen” klicken. Aber für den Test reicht es mal aus, denn ich habe damit ein prinzipiell unter Vista x64 unbrauchbares Gerät mit dem XPM unter Windows 7 64 Bit wieder in Betrieb bringen können.

Allerdings brauch ich jetzt einen Tipp: ich würde das gerne gleich bei der laufenden Partner Roadshow herzeigen (Montag Linz, Dienstag Graz und dann Mi & Do in Wien) und dafür benötige nun eine besseres Beispiel als den Firefox, der ja sowieso nativ auch laufen würde. Oder einen Billig-Scanner aus dem Jahre Schnee.  Also suche ich etwas:

  • Eine Software, die nicht unter Vista/Win7 läuft
  • Das einigermaßen Verbreitung hat.
  • Das “Business”-relevant ist.
  • Und wo eine Trial Version verfügbar ist.

Hat wer einen Tipp?

Bloß keine VPN Software, die müsste zwar gehen, ist aber ein bisserl kompliziert das Routing einzurichten (rein raus, mehrere NW-Karten definieren,…).

UPDATE:
Danke für die Anregungen, hier ein “All-in-One” Screenshot mit IE6 & 8, Word 2002 & 2007 und Visual Studio 2003. Sollte als “Demo” reichen 🙂

UPDATE2: Und so sieht das Startmenü aus in Win7 um die virtuellen Anwendungen (einzelne Einträge) oder das ganz XP (“Virtual Windows XP”) zu starten:

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Aber ich glaube ich werde den XP Mode nie selbst verwenden, bei mir rennt ja alles unter Windows 7. Vielleicht missbrauche ich den XP Mode und installiere ein zweites Outlook, dann brauche ich nicht zwischen Profilen umschalten.

Windows 7: 100% XP kompatibel

Aha, da ist eine weitere Katze aus dem Sack. Ich dachte bloß, dass das unter Androhung von Schmerzen (NDA) verboten ist, darüber ein Wort zu verlieren, aber auf den Blogs von Paul Thurrott und Rafael Rivera wird ein weiteres “Geheimnis” über Windows 7 preisgegeben – und zwar eines, dass es in sich hat. Und da das dort genau beschrieben ist, traue ich mich das hier eben auch schreiben.

Update: ah, ist nun auch am Windows Blog und damit offiziell.

Das Problem:
Die größte Befürchtung für Firmenkunden besteht darin, dass eine Anwendung nicht kompatibel zu Windows 7 ist. Und Microsoft hat bis heute nur davon gesprochen, dass die Kompatibilität Vista & Windows 7 ausgezeichnet ist – was gut ist (Treiber, Software…) aber da viele Firmen noch XP haben,…

Die Lösung:
Es wird einen Windows XP Mode (XPM) – vorher manchmal Virtual Windows XP (VXP) genannt – geben. Darunter liegt die neue Version von Virtual PC (VPC7) – quasi die Client Komponente von MED-V (dazu später mehr). Und heißt nichts anderes, als dass ein volles XP im gestartet Windows 7 mitlaufen kann. Dieses XP ist gratis ab der Pro Variante mit lizenziert! Anwendungen (wie von anderen Virtualisierern bekannt) werden “seamless” eingebunden, d.h.  bis auf den blauen Fensterrahmen von XP, merkt der Anwender auch keinen Unterschied:

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(Bildquelle: Secret No More- Revealing Windows XP Mode for Windows 7)

Auch das Starten von Anwendungen ist für den Benutzer denkbar einfach, denn die Anwendungen werden von XP aus gepublished und tauchen damit im Windows 7 Startmenü auf:

(Bildquelle: Windows XP Mode for Windows 7 Screens)

USB Unterstützung
Ach ja,… selbst USB Unterstützung ist drin. Da ich im Gegensatz zu Rafael und Paul noch keine Bits von VPC7 habe, kann ich da nur mutmaßen,… aber sagen wir mal, dass damit auch Kompatibilität zu alten USB Geräten sichergestellt wird, für die es keinen Treiber für Vista/Windows 7 gibt, aber einen für XP. Dann wird z.B. der Scanner eben im XP Mode eingebunden,..

(Bildquelle: Windows XP Mode for Windows 7 Screens)

Out-of-the-Box?
Virtual PC 7 wird nicht out-of-the-box mitgeliefert (zumindest ist das auch meine Information), sondern ein extra Download sein, auch die VHD, eine gratis, voll lizensierten Windows XP SP3 Installation, wird man erst herunterladen müssen.

Erfordernisse (soweit derzeit bekannt):

  • CPU muss Virtualisierung unterstützen (AMD-V oder Intel-VT)
  • VPC7 wird für alle Versionen verfügbar sein.
  • Die gratis XP VHD gibts nur für Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate
  • Kleine Einschränkungen wird es vermutlich geben: Spiele oder Software, die hohe Anforderungen an die Grafik stellen (DirectX, OpenGL) werden vermutlich nicht gehen – aber dafür ist der XPM auch nicht gedacht.

Für größere Firmen: MED-V
image_c83f1757-76cd-4c95-9cc2-f8a10346bce0 Eine virtuelle Umgebung ist gut, aber Management? Für diesen Zweck gibt es im Microsoft Desktop Optimization Pack das Microsoft Enterprise Desktop Virtualization (MED-V). Dieses MED-V ist auf der Client-Seite (Achtung, das ist jetzt geraten) 1:1 das selbe (wenngleich bei XPM in einer neueren Version) – allerdings bei XPM ohne Management. Genau das rüstet MED-V nach, nämlich eine Management Console für den Client VPC um die Images zentral verwalten, warten und kontrollieren zu können. Das führt jetzt hier zu weit, werde mal gesondert über MED-V was schreiben.

Fazit:
Das ist ein Hammer, weil hier nun einfach dem umstiegswilligen Kunden gesagt werden kann: wenn etwas nicht nativ laufen sollte – ab in den XPM. Für Microsoft: man kann alte Zöpfe abschneiden, denn wer unbedingt eine Ur-Alt-Funktion aus dem OS braucht, die Microsoft längst loswerden will…Man muss nicht Gartner sein, um vorherzusagen, dass sich diese Funktion auf die Deployment-Rate von Windows 7 positiv auswirken wird.

How-To: USB Schreibcache deaktivieren

Hannes fragt:

“Hi! Kann man in Vista 64 irgendwie den Schreibcache für externe USB Festplatten deaktivieren? Liebe Grüße Hannes”

Klar, kann man, denke aber dass der bei externen Datenträgern eh per default deaktiviert ist (damit man nicht so viele Daten verliert, wenn man das Gerät ohne “Hardware sicher entfernen” vom USB Port zieht). Aber kontrolliere die Einstellungen mal selbst, rechtsklick auf Eigenschaften eines Laufwerks, dann Hardware unddort das richtige Gerät auswählen:

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Und dann hast Du in “Richtlinien” die Möglichkeit den Cache zu (de)aktivieren:

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Universal-Passwort

Kürzlich bei meinem Messenger:

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Was ist hier passiert? Wenn man auf solche Links klickt, dann wird man zur Eingabe der Live ID und des Passworts aufgefordert. Und genau das ist die Falle:

  • Diese Webseiten sind nicht von Microsoft.
  • Die Live ID ist AUSSCHLIESSLICH auf Microsoft Webseiten einzugeben.
  • Diese Seiten versuchen an das Passwort des Benutzers zu kommen.

Wenn man also sein Passwort wem anderen gibt,… dann kann der das nutzen. Und hat vollen Zugriff auf alle gespeicherten Informationen, kann den Account nutzen (so wie hier zum Spammen,…) usw… Ich habe darüber schon mal geschrieben: siehe Achtung Phishing Falle.

Das ganze wäre nicht so tragisch, wenn sich dann nicht folgender Dialog ergeben hätte. Da sieht man recht schön, dass man bei Sicherheit doch recht viel aufklären muss. Nun ja, hat ja dann letztendlich auch geklappt. Vermutlich.

Georg: Dein Messenger sendet eigenartige Sache. Kann sein, dass Du dein Passwort mal an der falschen Stelle eingegeben hast? Ich sags auch nicht weiter,… aber bitte klären, sonst muss ich dich blocken 😉

XXX: Keine Ahnung Georg – ist leider schon einiger Zeit so und ich hab bei Kollegen bereits investigiert was man da tun kann – leider nur Passwort ändern – will ich aber nicht weil universal. Fürcht du mußt mich blocken. Bin allerdings nicht die einzige- habe vermehrt von Kollegen selbiges Phänomen. Vielleicht magst mal drüber bloggen…

(Anmerkung: Ja, darüber mag ich bloggen, genialer Dialog,…)

Georg: Ähm,… vielleicht nochmal deutlicher: da hat wer DEIN PASSWORT (!!!!) Wenn das universal ist, dann um 100000x schlimmer!

XXX: Überzeugt. Habs geändert. Mal sehen ob der spuk jetzt ein ende hat. Danke Dir!

Georg: Ohne nervig sein zu wollen: das heißt auch dass du alle anderen Accounts ändern solltest, wo dieses Passwort Verwendung fand. Zumindest jene, wo ein Bösewicht auch leicht draufkommt. Also Google, ebay, flickr,…

Auf die letzte Nachricht habe ich dann kein Reply bekommen.

Vermeintliche Spionage und gefährliche Tipps

Die Telekom Austria gibt in einem Service Newsletter an alle Privatkunden Tipps um sich vor Spionage zu schützen.

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http://www2.aon.at/portal_nl/portal_newsletter/seiten/is_nl/is_maerz/windows.html

Das ist prinzipiell mal eine sehr gute Sache. Leider ist der Artikel nicht selbst recherchiert, sondern nur eine 1:1 Kopie von PC Welt. Und dort ist dieser sehr tendenziös und zieht falsche Schlüsse bzw. gibt sogar Tipps, die gefährlich und geradezu fahrlässig sind.

Hier die Tipps:

Tipp 1: Zuletzt geöffnete Programm- und Dokument-Anzeige deaktivieren
Wenn mehrere Personen denselben Rechner benutzen, kann die Auskunftsfreudigkeit von Windows schnell ein Problem werden. Zwar gibt es dafür Benutzerkonten – aber sich abzumelden, nur weil der Partner schnell seine Mails checken will, ist umständlich und verdächtig.

Und das ist eine Besonderheit von Windows, dass die zuletzt geöffneten Dateien angezeigt werden? Das macht doch jedes Programm? Und mehrere Useraccounts sind verdächtig?! Hallo? Ich stelle mir das gerade vor, wie ich bei der Einreise in die USA gefragt werde, ob ich mehrere Benutzer angelegt habe. *Zitter* Und seit XP muss ich mich dazu nicht mal abmelden, der schnelle Benutzerwechsel würde doch das (und fast alle anderen “Probleme”) viel besser lösen.

Es stellt sich auch die Frage für mich, vor wem ich die Information verbergen möchte, in diesem Fall ist es offenbar der eigene Partner.

Tipp 2: Mit Freeware die Nach-Hause-Telefonie von Windows abstellen
Aber Windows ist nicht nur auf Ihrem Rechner mitteilsam, es telefoniert auch gerne nach Hause, etwa in Form von Fehlerberichtserstattungen oder Daten zur Verwendung des Windows Media Players. Teilweise ist nicht ganz klar, welche Daten nach Redmond gehen und Microsoft gibt an, diese nur zur Verbesserung der Software zu sammeln. Auf der sicheren Seite sind Sie mit dem Gratis-Tool XP-Antispy, das auch unter Vista seinen Zweck erfüllt, oder mit xpy, das nicht installiert werden muss. Beide verfügen außerdem über einige Tweaks zum System-Tuning. Explizit für Vista ist das Tool Vispa konzipiert. Es führt auf Wunsch auch Änderungen durch, die die Leistung von Vista erhöhen.

Autsch. Da ist viel Quark dabei. “Teilweise ist nicht ganz klar,..” – ja dem Autor vielleicht. Wer es wirklich genau wissen will, der kann das problemlos nachlesen, siehe: Vista nach Hause telefonieren? Da gibt es keine “Geheimnisse”,… hier wird nur wieder die Gerüchteküche auf unterster Schublade bedient. Und Microsoft sammelt auch keine Daten zur Verwendung irgendeines Produkt, es sein denn man aktiviert ausdrücklich diese Feedbackprogramme. Diese sind per default NICHT aktiv, sondern müssen extra zugeschalten werden – und sind dann anonym. Was sehr wohl übertragen wird, am Beispiel Media Player: man kann sich ein Cover einblenden lassen. Dazu muss der Media Player allerdings schon beim Server anfragen,… und wer das nicht will, der braucht auch kein Tool, sondern schalten das in den Optionen eben nicht ein.

Soll man aber nun diverse (System-)Dienste ausschalten, so wie der Artikel empfiehlt? (Anmerkung: eigentlich muss man sie zuerst einschalten, denn auch diese sind standardmäßig nicht aktiv). Zum Beispiel, dass Fehlerberichte gesendet werden? NEIN, bitte nicht, denn das ist ja gerade auch für User, für die dieser Bericht gedacht ist (also solche, die offenbar wenig technisches Hintergrundwissen haben) oft die einzige Möglichkeit zur Selbsthilfe. Aber auch als Kenner: mir wär die Zeit zu schade selbst nach Fehlern oder Treibern zu suchen, vor allem wäre es dämlich, das zu tun, wenn es eine automatische Lösung gibt! Mehr Information dazu unter: Fehlerberichte senden! und Erfahrungsbericht Problemlösungen.

Es sei denn die Telekom bietet einen kostenlosen “Reparier mir den PC”-Service. Dann bitte schön, da kommt offenbar (wusste ich nicht) der Techniker gratis innerhalb von Sekunden vorbei,…

“Auf der sicheren Seite sind sie….” wenn man solche Tools einfach nicht verwendet, weil sie zwischen gar nichts und einer Verschlimmbesserung NICHTS bringen. Das hat auch das c’t Magazin Anfang des Jahres in einem Test festgestellt. NICHTS, nada, sinnlos. Ruinieren sogar schlimmstenfalls das System, bestenfalls setzen sie Registry Keys, die seit Windows 98 nicht mehr ausgewertet werden.

Tipp 3: Autoren-Namen- und Firmen-Anzeige in Word-Dateien unterbinden
Machen Sie den Selbst-Test: Öffnen Sie eine Word-Datei (.doc) mit dem Microsoft-Schreibprogramm und hangeln Sie sich im Menü „Datei, Eigenschaften“ zu einem Fenster, das Name und Firma des Autors verrät. Diese Angaben hat Word bei der Installation von Ihnen erhalten. Peinlich wird es schnell, wenn Sie damals Ihr Chat-Alter-Ego „Bärchen“ eingetippt haben und Ihrem Chef jetzt einen kurzen Bericht mailen.

Nun, wie wäre es, wenn man einen gescheiten Namen eintippt?! Und wenn ich (Georg Binder), meinem Chef ein Dokument schicke, und da steht als Autor “Georg Binder”, ist das dann Spionage?! Was soll den das für eine krude Vorstellung sein? Der darauf folgende Tipp, wie man Daten entfernt ist übrigens nicht ganz richtig, es gibt hier ein eigenes Tool von Microsoft, das ein Dokument auch von Überarbeitungen, Versionen und Kommentaren befreit, die vor allem beim Arbeiten im Team unter Zuhilfenahme der Überarbeitungsmodi im Dokument vorkommen können: Office 2003/XP-Add-In zum Entfernen verborgener Daten Das ist nicht mehr notwendig, wenn man Office 2007 benutzt, da ist das bereits dabei. Übrigens: das setzen eines Kommentars ist ebenfalls keine “Spionage” und deswegen vollkommen verfehlt, so etwas unter diesem Titel zu nennen.

Tipp 4: Wiederherstellbarkeit gelöschter Informationen verhindern
Besonders heikel ist die „Schnellspeicherfunktion“ älterer Word-Versionen, die erst ab Office 2003 Service Pack 3 entschärft wurde. Gelöschte Informationen, etwa Namen oder ungeschönte Bilanzzahlen, macht Word damit nur unsichtbar. Zwar beschleunigt dies den Speichervorgang, mit einem einfachen Texteditor jedoch können diese Daten ausgelesen werden. Deaktivieren Sie die Funktion unter „Extras, Optionen, Speichern, Schnellspeicherung zulassen“.

Lol. Einblicke in die Bilanzierung der Telekom? Ungeschönte Bilanzzahlen 😉 (Nein, der Artikel ist ja von PC Welt Aber tatsächlich ist der obige Tipp ein Blödsinn, denn wenn ein Service Pack das Problem löst, dann kann der Tipp nur lauten, sein System aktuell zu halten und das SP einzuspielen!

Tipp 5: Thumbs.db dauerhaft loswerden
Die Datei Thumbs.db können Sie ohne Probleme löschen, jedoch legt Windows bei jeder Thumbnail-Ansicht automatisch eine neue Vorschau-Datei an. Dauerhaft unterbinden Sie das, indem Sie im Explorer unter „Extras, Ordneroptionen, Ansicht“ die Option „Miniaturansichten nicht zwischenspeichern“ aktivieren.

Ja, sensationelle Sache, bloß wird dann bei jedem Ordner öffnen die Ansicht neu erstellt, was ordentlich dauert.

Tipp 6: Datenschutz-Schwächen des Internet Explorers ausbügeln
Standardmäßig speichert der Internet Explorer Elemente von besuchten Webseiten auf Ihrer Festplatte, was den Vorteil hat, dass die Seiten beim nächsten Besuch schneller aufgebaut werden. Der Ordner Temporary Internet Files ist damit aber auch ein Protokoll, das verrät, auf welchen Seiten Sie unterwegs waren. Unter „Extras, Internetoptionen, Allgemein, Browserverlauf“ weisen Sie den IE an, keine temporären Dateien zu speichern. Auch den äußerst verräterischen Verlauf schalten Sie hier ab, indem Sie die Speicherzeit auf Null setzen. Mit dem kostenlosen Tool pcwTypedUrls müssen Sie nicht den gesamten Verlauf löschen, sondern entfernen gezielt nur Seiten, deren Besuch geheim bleiben soll.
Bequem, aber geschwätzig ist außerdem die Funktion „Autovervollständigung“, die neue Adress- und Formulareingaben mit früheren vergleicht. Schalten Sie sie in den Internetoptionen unter „Inhalte“ ab. Last but not least sollten Sie das Cookie-Management im selben Menüfenster unter „Datenschutz“ anpassen. Cookies speichern Informationen über Sie, sind für manche Dienste aber unabdingbar. Stellen Sie den Sicherheistregler so hoch wie möglich, ohne dass es Probleme mit den von Ihnen besuchten Seiten gibt.

Jetzt mal ehrlich: wäre es nicht doch langsam leichter, man legt der Frau/Freundin doch einen eigenen Acccount an, damit sie die Schweindl-Seiten nicht sieht die angesurft werden? In jeder Firma ist das völlig egal, weil am Gateway kontrolliert werden kann, wer/was ansurft. Die Tipps die hier gegeben werden, erhöhen die Sicherheit nur marginal, verlangsamen aber das Surfen, nehmen Produktivität (Autovervollständigen, usw,…) Auch hier wäre der korrekte Tipp eigentlich auf den IE 8 zu verweisen (darum geht’s aber erst beim Porn-Mode in Tipp 8), denn dort kann ich das irgendwie einfacher machen und brauche nicht auf “Tuning Tools” verweisen.

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Zum Tipp mit den Cookies: gehen die AON Seiten (Mail,…)mit deaktivierten Cookies? Ah,…

Tipp 7: IE 8 herunterladen und im Porno-Modus surfen
Der Release Candidate 1 der neuen Version 8 verfügt über einen speziellen Modus, der, solange er aktiviert ist, keine Daten auf der Festplatte speichert. Mit dem IE 8 sparen Sie sich obige Tipps, indem Sie im Menü „Sicherheit“ oder über die Tastenkombination STRG+SHIFT+P das „InPrivate-Browsen“ (inoffiziell: Porno-Modus) aktivieren.

Also wieso ich im April (Newsletterdatum) den RC von IE8 herunterladen soll, bleibt mir verborgen, ist aber wohl damit zu erklären, dass der Original Artikel aus dem Februar ist. Zumindest die Mühe eines Updates hätte man sich machen müssen, denn Privatkunden im offiziellen Newsletter der Telekom Beta Software zu empfehlen,… nun ja. Falsch ist es außerdem, weil natürlich wird gespeichert, allerdings nach Beendigung der Session wieder gelöscht. Kleiner aber feiner Unterschied.

Der Porno Modus, wie ihn die Telekom für die eigenen Kunden “aus Datenschutzgründen” empfiehlt, nutzt leider nichts, denn die Telekom als Zugangsprovider weiß ganz genau, welche Seiten man ansurft. Hier würde nur z.B. ein TOR/Onion helfen,… bietet die Telekom einen solchen Zugang oder Hilfestellung, wenn ich anonym surfen will?

Tipp 8: Schwachstelle Papierkorb
Ein großes Sicherheitsrisiko stellen gelöschte Daten dar. Diese wandern zunächst in den Papierkorb, wo sie oft lange Zeit vor sich hindümpeln und von Dritten schnell wiederhergestellt werden können. Per Rechtsklick auf das Symbol regeln Sie nicht nur die maximale Größe des Papierkorbes, sondern auf Wunsch auch, dass Daten ohne Umweg sofort gelöscht werden sollen.

Wenn ein “Dritter” Zugriff auf meinen Rechner hat, dann hab ich sowieso andere Probleme als das. Der Tipp, Daten ohne Umweg in den Papierkorb zu löschen, ist IMHO gemeingefährlich und extrem fahrlässig so etwas Kunden ernsthaft zu empfehlen. Ein möglicherweise katastrophaler Tipp, gerade für Privatnutzer kann das im Daten-GAU enden. Wenn man die Papierkorbgröße auf null zu setzen,… hilft mir die Telekom dann beim Datenretter z.B. die irrtümlich gelöschten Fotos der Hochzeit wieder herzustellen?

Mein Fazit:
Spionage bzw. der Schutz der Privatsphäre ist ein enorm wichtiges Thema. Viel zu wichtig, als dass man gedankenlos irgendeinen Artikel eines Magazins 1:1 kopiert und an alle Privatkunden schickt. Eigentlich als ist dieser Newsletterbeitrag in seiner Substanz ein Service-Artikel, wie man als Anwender das ungewollte Preisgeben persönlicher Daten verhindern kann (gut!). Allerdings ist die Überschrift und die ganze Einleitung und Herleitung tendenziös und suggeriert, dass Windows nicht den Datenschutz einhält. Dem ist entschieden zu widersprechen! Hier werden (auf Kosten von Microsoft) sinnvolle Funktionen schlecht gemacht und das Thema eigentlich vergeudet (denn der nächste Newsletter dreht sich sicher nicht noch mal um dieses Thema).

Microsoft nimmt das Thema Datenschutz nicht auf die leichte Schulter (und deswegen ist es wohl extra schade, wenn dann solche Artikel an Kunden verschickt werden), es wird nichts “geheim” übertragen oder gar ausspioniert. Viel wichtiger wäre, die Kunden zu sensibilisieren, dass z.B. Social Networking Plattformen zwar nett sind, aber man dort ganz ohne “böse Spionagesoftware” sehr, sehr viel ganz freiwillig preisgibt. Oder was mich auch interessieren würde: wie kommt z.B. die Telefonnummer der Kunden auf 123people.com, wo sie mit anderen Fundquellen verknüpft wird? Ist das nicht viel mehr ein Thema bezüglich “Spionage”, als ob Windows meldet, dass der Grafikkartentreiber abgestürzt ist? Schade, auch, dass man nicht auf erweiterte Funktionen, wie die InPrivate Filterung von IE8 eingeht, wo ich bestimmte Inhalte (z.B. Analytics Cookies) direkt im IE8 blocken kann. Das wären alles spannendere Themen, als der der Verlauf in Word. Meine Meinung.

By the way: wenn Spionage ein Thema ist, dann freue ich mich über den nächsten Newsletter der Telekom, wo über die Abhörschnittstellen berichtet wird, die Vorratsdatenspeicherung, und genauso wie über die Aufbewahrungsfrist von Verbindungsdaten der Telekom. Sicher interessant, welche Tipps zur Vermeidung hier gegeben werden.

Ich glaube Microsoft sollte man einen neuen Job Ausschreiben: einen Dementor. Der soll immer alles dementieren. Ich bewerbe mich NICHT. 😉

Partner Roadshow

Nicht wundern, wenn ich gerade etwas ruhiger bin, … bin gerade auf der Microsoft Partner Roadshow quer durch Österreich, heute waren wir in Dornbirn, morgen Innsbruck. Mein Thema (gut jetzt nicht sehr überraschend): Windows 7.

BTW: Echt ärgerlich: in Innsbruck im Hilton: UMTS kann man im Vortragsraum vergessen, keine Fenster, gute Wände. Das angebotene WLAN (klar wurde vorher gefragt!) dürfte nach RFC 1149 funktionieren. Oh, man kann sich auch um 600 EUR eine Leitung legen lassen. Weiß ja nicht, wie das andere sehen, aber eine stabile und schnelle Internetverbindung in einem Konferenzhotel ist für mich kein aufpreispflichtige Extraleistung, sondern gehört zur Standardausstattung wenn man einen Raum mit Internet bucht. Offenbar nicht hier. Irgendwie tut sich das Hotel damit nichts gutes, denn ich glaube es fliegt einfach von der Liste der buchbaren Hotels,… Und es ist einfach frustig, irgendwie bekomme ich körperliche Beschwerden, wenn ich kein Internet habe (oder nur wenig Internet). Gebt mir Internet!

Was sind so die größten Technikärgernisse im Alltag der Vistablogleser?

Update: Zur Ehrenrettung: Frühstück war gut, Service auch.

HP Mini 2140 im Test

Für kurze Zeit hatte ich das HP Mini 2140 zum Ausprobieren. Vorher hatte Christian Decker damit gespielt. Fast – aber eben nur fast – hätte ich mich in das Ding verliebt (den HP, nicht Christian). Glück für meine Frau, dass da doch noch etwas gefehlt hat.

Technische Spezifikation laut Hersteller:
(Wobei Hersteller relativ ist, das ist ja auch “nur” ein gebrandeter Quanta, oder?)

  • Inhp-mini-2140-notebook-pc_400x400_bb659a2d-106c-4dc3-8311-ae8793d7f09btel Atom N270 1.60GHz
  • 2048MB RAM
  • 160GB Fstplatte
  • kein optisches Laufwerk
  • Intel GMA950 (IGP) shared memory
  • 2x USB 2.0/
  • Gigabit LAN/WLAN 802.11abgn
  • Bluetooth
  • ExpressCard/54 Slot
  • SD-Card Slot
  • Webcam
  • 10.1″ WXGA LED TFT (1024×576) Li-Ionen-Akku (3 Zellen)
  • 1.19kg

Windows 7 Installation
Da Christian den Mini bereits fertig aufgesetzt hatte, konnte ich mal mal im installierten Zustand drauf stürzen, habe aber dann dennoch auch frisch aufgesetzt. Also das Windows 7 Setup – Piece of Cake, von USB Stick den Build (7057) installiert, Treiber waren (bis auf HP 3D Drive Guard, der auch bei XP und Vista fehlte, sich aber schnell finden ließ) alle an Bord. Der Drive Guard Treiber ist übrigens glaube ich bei netbooks etwas besonderes, weiß gar nicht ob andere netbooks auch diesen – bei Notebooks der gehoberenen Preisklasse üblichen – Festplattenfallschutz haben. Na jedenfalls gibt es hier nichts zu berichten, und das finde ich bei einer OS Installation prinzipiell mal gut.

Windows 7 fühlt sich übrigens pudel wohl auf dem Ding. Flott, fesch, mit Aero,…

Die Größe
Hier mal ein paar Bilder zum Größenvergleich mit meinem Lenovo T61p (mein mobiles Hauptarbeitsgerät, 15.4” Display, 1920×1200), meine TabletPC Acer C204 (12.1”, 1024×768). Man sieht eh, wo wie viel von der Webseite draufgeht:

2009-04-08-HP-Mini-001

Oder hier über- und nebeneinandergelegt, der T61p und der HP mini:

2009-04-08-HP-Mini-009 2009-04-08-HP-Mini-011_1

Schon ein Unterschied 😉

Die Tastatur ist übrigens gut zu bedienen, sowohl die Tastatur als auch die Geräteunterseite sind angenehm rutschfest, die Verarbeitung ist bestens.Die Tastatur kommt mir übrigens um einiges besser bedienbar vor als beim Q10 Air – jedenfalls hab ich da schon deutlich mehr Tasten getroffen. Da ich die beiden nicht nebeneinander vor mir stehen habe, kann ich nur vermuten, dass die Tastatur beim Mini deutlich größer ist. Der Alu-Deckel des Geräts und das rahmenlose Display machen auch was her. Womit wir beim Display wären,…

Die Sache mit dem Bildschirm
Also das Display ist hinter einem Anti-Kratzglas untergebracht – welches zwar rahmenlos ist (hübsch) aber spiegelt (nicht hübsch). Ich versteh es auch nicht. Bei 17” Notebooks – bitte schön, wenn man das wirklich als DVD-Abspiel-Display verwenden will, dann mag das im komplett abgedunkelten Raum ok gehen. Aber bei einem 10 Zoll Display? Wo liegt da der Sinn, außer dass es vielleicht im Mediamarkt Regal hübsch aussieht (bei indirekter Beleuchtung ohne Sonnenlicht, also eher unrealistischem Szenario, es sei denn man hält sich meisten nur im Keller auf)? Schnell mal eben rasieren im Auto (nö, da hätte man ja den Rückspiegel,..).

ABER: das Ding ist so derart hell, dass ich problemlos auf der Terrasse oder im Cafe sitzen konnte. Dabei hat es in Punkto Helligkeit mein T61p mit Leichtigkeit geschlagen! (Den Hinweis zum Akku dann aber auch betrachten,…)

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Die Sache mit der Auflösung
Das Gerät hat eine recht ungewöhnliche Bildschirm-Auflösung von 1024×576. Und jetzt mal davon abgesehen, dass das in der Vertikalen eher wenig ist und für’s lesen von Webseiten (die erfahrungsgemäß oft nach unten scrollen, seltener zur Seite) eher schade ist, dass hier gespart wird,… gab’s da ein anderes Problem.

Die A1/Mobilkom Software (identisch, meist jedoch eine ältere Version des Vodafone Dashboards) ließ sich problemlos installieren. Beim Start prangt jedoch eine Fehlermeldung: Mindestanforderung für die Bildschirmauflösung sind 800×600.

Lol. Es fehlen 24 Pixel, denn das Gerät hat nun mal keine 600 sondern 576. Daher kann man derzeit zumindest mit der A1/Mobilkomsoftware nicht online gehen. Das kann durchaus ein “Issue” sein, oder? Für den technisch versierteren Nutzer kein Problem, die Vodafone Software braucht man ja nicht, eine Dial-Up Verbindung tut es ja auch. Ist ja auch schwer zu erklären, warum eine Software, die gerade mal dazu da ist, eine Verbindung herzustellen, überhaupt eine Mindestauflösung braucht. Für meinen Geschmack kann die auch auf einem 1×1 Pixel Display laufen. Tut sie aber nicht.

Übrigens: Christian hat bei der Mobilkom Hotline angerufen und gefragt was denn da zu tun sei. Stille auf der anderen Seite, der 2nd Level Helpdesk hat dann folgenden “Tipp” gegeben: “DPI Settings herunter stellen”. War vielleicht lieb gemeint, aber löst das Problem nicht. Haben aber sehr gelacht. DPI Settings,.. klar.

Sonstige Software hab ich nicht drauf gehabt, die ebenso eine völlig blödsinnige Mindestanforderung erfordert, kann allerdings nicht garantieren, dass das nicht auch bei anderen Software-Meisterstücken eine Falle darstellen kann. Wie zum Beispiel HP Druckertreibern. Wo der Workaround übrigens der ist, einen externen Monitor dranzuhängen, der die Mindestauflösung hat. Was aber im mobilen Fall für den UMTS Stick auch .. naja irgendwie blöd ist, oder? Also 24 Pixel mehr hätten nicht geschadet.

Die Sache mit dem Akku
Der mitgelieferte Akku hält unglaublich “lange” – zuerst dachte ich, dass der Akku kaputt ist, aber nach etwas Recherche,… nö ist so, nach etwas über 2,5 Stunden ist Schluss. Beheben lässt sich das mit einem ca. 100 EUR teuren 6 Zellen Akku. Der das Gerät allerdings “etwas” verdickt. Beim Notebookjournal kann man einen “echten” (bin ja kein professioneller Tester) Test nachlesen, da wird das Problem auch beschrieben: Notebookjournal.de

Die Sache mit dem 3G/UMTS
Eigentlich ist der HP Mini sehr anschlussfreudig. Gigabit-LAN, Draft-N WLAN, Bluetooth,.. aber kein UMTS. Finde ich extrem schade, denn das gehört (für mich!) doch recht zwingend dazu. Ist kein Showstopper, aber dann muss man erst wieder die Datenkarte bzw. den USB-Stick immer dabei haben, bzw. zwischen den Geräten wechseln. Dann ist das Ding wieder in der falschen Notebooktasche,… oder so. Angeblich kommt aber auch von HP ein Mini (irgendwann) mit 3G Modem drin.

Damit hätte folgende Argumente für und gegen das HP Mini

Pro:

  • Größe – Siehe meine Fotos, das ist schon “süß”.
  • Bildschirm/Helligkeit – Trotz Rasierspiegel, die Helligkeit reicht aus um draußen zu sitzen.
  • Verarbeitung – das Ding macht einen guten Eindruck, da wackelt nichts.
  • Design – schlicht, aber mir hat’s gefallen.

Contra:

  • Akkulaufzeit – sehr lange bin ich da nicht mobil.
  • Gewicht – also sooo leicht ist das Ding nicht. Habs nicht nachgemessen, aber die 1,19 kg sind glaub ich ohne Akku und vor allem Netzteil.
  • UMTS Modem – fehlt! Soll zwar irgendwann kommen, aber ohne braucht man wieder ein Teil extra. So etwas gehört fix eingebaut.
  • Bildschirm/Auflösung – Unabhängig von Software, die seltsame Mindestanforderungen hat – 576 ist zu wenig, mit den 1024 horizontal könnte ich leben.

Fazit:
Ich bin glaube ich kein netbook User, ich weiß einfach immer noch nicht, was ich mit den Dingern soll. Damit ich sinnvoll arbeiten kann, bräuchte ich ein eingebautes UMTS Modem und den stärkeren Akku. Dann bin ich aber preislich, von der Größe und vom Gewicht aber eh wieder bei “normaleren” Notebooks…. Auf der anderen Seite… ich war damit ein paar mal auf einen Kaffee und bin gemütlich im Freien gesessen, zwar mit extra USB-UMTS. Und da war das schon recht angenehm. Aber “angenehm” mit diesen – für mich persönlich – Kompromissen passt nicht ganz mit dem Preis von 550 EUR (netbook) + 100 EUR (Akku) + xxx EUR (UMTS Modem eingebaut, wenn es dann kommt) zusammen,… also ich würde dem Durchaus eine Empfehlung aussprechen, wenn man prinzipiell ein Netbook mag und eventuell mal günstig an dieses HP rankommt, dann kann man sicher sofort zuschlagen, denn die meisten meiner Kritikpunkte sind ja in Wahrheit keine Mängel an diesem netbook, sondern an der Geräteklasse an sich.

Weitere Informationen

PS: Sollte sich wer wundern, dass ich keine Screenshots vom Gerät selber da gepostet habe,.. ich hatte welche. Vom Leistungsindex über die lustige 800×600 Fehlermeldung. Offenbar zu viel Sonne,.. ich habe vergessen sie vom Gerät zu kopieren,… und nun ist es schon formatiert und zurückgegeben. Peinlich,…

Vista/Windows 7 von USB Stick installieren

Gerade in Zeiten wie diesen – und damit mein ich nicht die Krise, sondern die Häufigkeit neuer Builds – verschwendet man besser keine DVDs zum Installieren des OS. Geht doch viel schneller (und leiser), wenn man das von USB Stick aus startet.

Was braucht man dazu? Einen 4GB großen USB Stick (bzw. wenn man sich eigene Images macht, dann eben die Größe die das einnimmt). Der Stick sollte schnell sein, sonst ist der Vorteil irgendwie nicht so dramatisch.

Einmalig muss der Stick noch vorbereitet werden. ACHTUNG: diskpart ist nichts für Kinder, wenn man da das falsche Gerät erwischt,… ich sags ja nur. Würde ich auf dem Gerät da unten 0 statt 3 nehmen, dann wären meine Daten von der Lästigkeit der physischen Existenz befreit.

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Dazu macht man sich eine Admin-Befehlszeile (Windows Taste, cmd mit STRG+SHIFT-EINGABE, ALT+F, oder wie auch immer ihr die startet):

  1. diskpart
  2. list disk (hiermit bekommt man die Nummer, die man dann verwenden muss…)
  3. select disk 3 (und hier aufpassen, nicht die falsche nehmen!)
  4. clean
  5. create partition primary
  6. select partition 1
  7. active
  8. format fs=fat32
  9. assign
  10. exit

Gut, das war’s auch schon, damit kann man den Stick schon mit der Vista, Windows 7, Windows 8 oder Windows 10 Installation beglücken. Da diese meist in Form eines ISO Files vorliegen, muss man dieses erst mounten. Dazu benutzte ich früher mal Tools wie MagicDisk oder Virtual CloneDrive – beide sind keine Tipps mehr (Malware & Adware Gefahr). Ab Windows 8 kann man die ISOs mit Rechtsklick mounten bzw. „Bereitstellen“.

Letzter Schritt: Kopieren der Dateien von der Quelle (also dem gemounteten ISO oder der DVD) auf den Stick:

xcopy g:\*.* /s/e/f j:\

g: ist in meinem Fall das gemountete ISO und j: der USB-Stick. Hier mit den eigenen Buchstaben ersetzen.

So, und jetzt Stick ins Gerät und von USB booten, der Rest ist wie gehabt,…

Quelle: http://kurtsh.spaces.live.com/blog/cns!DA410C7F7E038D!1665.entry