Jugendschutz und Gewaltspiele

Nun, viel weiß man anlässlich des letzten tragischen Amoklaufes eines Jugendlichen in Deutschland ja nicht über die Hintergründe, bzw. das was momentan bekannt ist, wird ja stückchenweise von der Polizei wieder zurückgerufen. Schnell war man aber mit aber mit den üblichen Klischees “sicher”: das Internet und Gewaltspiele, namentlich “Counterstrike”. Und irgendwie platzt mir da beim Lesen der Zeitungen auch der Geduldsfaden.

Die Diskussion nun erinnert mich nämlich an die Anlassgesetzgebung im Straßenverkehr: wie vorletztes Jahr die LKWs bei leichtem Schneefall die Autobahn A21verstellt haben (erster LKW bleibt hängen, der zweite versuchst auf der zweiten Spur, bleibt hängen, der dritte,…) hat man sofort ein Gesetz zur Winterreifenpflicht & Schneeketten erlassen – allerdings für PKWs. Oder der Feinstaub: bei durch LKWs verursachten Feinstaub,… müssen PKWs Tempo 100 Fahren (Tipp: LKWs dürfen eh nicht schneller fahren…). Und wenn ein Jugendlicher 16 Menschen tötet, dann wird nicht über ein Waffengesetz diskutiert, sondern ob man Computerspiele verbietet. Tipp: er hat sie nicht mit dem Mauskabel erwürgt. Sondern mit offenbar immer noch zu leicht zugänglichen Schusswaffen erschossen.

Gut, davon mal abgesehen, sind diverse Inhalte nun wirklich nichts für Kinder und da bei der Nutzung von z.B. WWW ja wirklich ein Typo ausreicht um statt zu einem beliebten Portal auf eine bilderreiche Aufklärungsseite zu kommen,…

Aber was können Eltern tun? Bei einem 17 Jährigen wahrscheinlich nicht (mehr) viel, aber was die Nutzung des Computers betrifft, kann man vor allem Kinder sehr wohl schützen. Vorab: jeder Schutz ersetzt das persönliche Gespräch nicht,…

Jugendschutzeinstellungen
Damit lassen sich PC Nutzungszeiten und Altersfreigabe für Spiele verwalten.

Hierzu richtet man zuerst ein Konto ein (Tipp: kein Administratorkonto,…)

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Dann lassen Dinge wie die Zeitsteuerung verwalten und ob Spiele verwendet werden dürfen:

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Bei uns neben der USK ein gebräuchliches System – PEGI, das regelt die Altersfreigabe (blid links), Ausnahmen davon lassen sich definieren:

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Aktivitäten mit dem Computer lassen sich auf Wunsch mitloggen:

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Windows Live Family Safety Settings
Damit läßt sich die Internetnutzung kontrollieren und Webseiten freigeben, Kontakte verwalten u.ä.m. Als erstes installiert man das (über Windows Live Essentials, http://download.live.com) und erstellt ein Eltern-Konto.

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Dann kommen die Kinder dran:

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Hier können dann gezielt Kontakte oder Webseiten freigegeben werden:

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Wenn das Kind nun das Internet nutzen will, muss vorher eine Anmeldung mit der Kinder-Live-ID erfolgt sein, sonst gibt’s nur eine Fehlerseite im Browser:

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Je nach Einstellung, sind alle Webseiten blockiert, bis auf jene, die die Eltern freigegeben haben.

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Kinder Messenger
Microsoft hat den Windows Live Messenger für Kids entwickelt. Hier steht der Schutz vor Mobbing im Vordergrund. Mehr Info dazu bei tlutz bzw. unter  www.kinder-messenger.de

Alle Angebote hier sind gratis (entweder wie der Jugendschutz in Vista integriert oder im Falle der Live Dienste gratis Downloads). Der Verzicht auf Schusswaffen im Haus ist auch gratis.

Zum Thema: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,612735,00.html

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