Des Klein(st)unternehmers Sorgen – Teil 1

Microsoft Österreich hat im Frühjahr 2008 eine Studie durchführen lassen (das übliche: Bekanntheit Vista / Office2007, Wissen um die Funktionen,…). Zielgruppe waren Selbständige, Geschäftsführer oder leitende Angestellte in Klein(st)unternehmen (1 bis 10 Mitarbeiter). Die Ergebnisse waren in vielerlei Hinsicht interessant (wo wird die IT gekauft, wie kommt die Entscheidung zusammen, wer kümmert sich darum..) aber einen Punkt möchte ich mal herausgreifen:

Was sind die größten Sorgen rund um die IT bei Klein(st)unternehmern?

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Offenbar ist mit Abstand die Sorge über Datenverlust sogar dramatischer als mangelnde Sicherheit. Aber auch die anderen Punkte sind nicht unerheblich.

Mal schauen, was Vista da so bieten kann, vor allem im Gegensatz bzw. Erweiterung zu XP. Das ganze ist ein bisschen als Tipp oder Entscheidungshilfe gedacht, warum man Vista einsetzen soll. Für die Kleinunternehmer unter uns bzw. die, die sie beraten… jeweils 3 Punkte.

Problem: Datenverlust

Heimspiel.

  • Complete-PC-Backup: USB Platte dran und Komplettsicherung machen. Im „Desaster“-Fall binnen weniger Minuten das komplette System inklusive Daten wiederherstellen. Was ich danke einer kaputten Festplatte ja auch selbst ausprobieren durfte: Erfahrungsbericht: Complete PC Backup
  • Schattenkopien: Datei geändert oder gelöscht? Kein Problem: Der lange Schatten von Dateien – Schattenkopien
  • Benutzerfreundliche automatisierte Dateisicherung. (Ja, kein NTBackup, aber für die Datensicherung komplett ausreichend). Daneben sind die (allerdings in XP vorhandenen) Systemwiederherstellungspunkte weiter verbessert worden, und zuguterletzt kann man das auch praktisch über die Vista DVD anstoßen, sollte sich das Betriebssystem selbst nicht booten lassen.

Eventuell als zusätzliche Idee, wenngleich „offiziell“ nicht dafür gedacht: ich habe jetzt schon öfter gehört, dass bei kleinen Firmen der Windows Home Server im Einsatz ist. Und zwar hauptsächlich als Backupserver, aber auch für Remote Access. Aufgrund des geringen Preises (Software/OEM: 150 EUR für 10 Clients, was auch gleichzeitig das Maximum ist).

Problem: Mangelnder Schutz der Daten / Sicherheit

Auch Heimspiel.

  • Benutzerkontensteuerung. Fragt nach, bevor Software systemweite Veränderungen vornehmen kann. Tipp: Wenn man das dem Benutzer *erklärt*, warum es dämlich ist, UAC auszuschalten oder als root / Administrator zu arbeiten, dann versteht er das auch. Siehe: Sicherheit mit und ohne UAC im Vergleich
  • Internet Explorer läuft im geschützten Modus, mit wenigen Rechten. Dadurch darf er quasi nichts und damit ist auch ein Haupteinfalltor in XP verschlossen.
  • Windows Defender: wacht über Spyware aber auch über Autostartprogramme, siehe Autostarts: Was automatisch so läuft… Windows Firewall: ebenfalls verbessert. Windows Vista Firewall (ist) ausgezeichnet

Und viele, viele weitere Punkte, die ich allerdings nicht unbedingt dem „Endanwender“ erklären würde, wie z.B. Service Hardening, DEP oder ASLR.

Zusätzliche (Desktop) Firewall ist somit nicht notwenig, eigentlich auch nicht empfohlen. Sehr wohl empfohlen ist ein Virenscan. Microsoft sagt: OneCare (20EUR/Jahr für 3 Clients). Aber andere Virenscanner tun es auch, ich persönlich habe eine kleine Aversion gegen Sicherheit-Produkte in gelber Verpackung, aber wie gesagt, das ist persönlich.

So und weil ich in letzter Zeit dauernd zu lange Artikel schreibe (nein, weil ich hundemüde bin) , kommt der Rest demnächst in Teil 2. Update: Hier gehts zu Teil 2.

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