Gastbeitrag von Christian Haberl
(www.facebook.com/windowsdeutsch)
Ein Windows Home Server sollte leise und stromsparend sein, schließlich läuft er, wenn man ihn ideal einsetzt, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Möchte man ihn nicht in einer Abstellkammer oder im Keller verstecken, sondern ihn gemeinsam mit anderer Hightech-Ausrüstung im öffentlichen Wohnraum zur Schau stellen, sollte er auch optisch etwas hermachen. Ein Windows Home Server sollte außerdem erweiterbar sein, schließlich steigt in der Regel der eigene Speicherbedarf mit der Zeit und Festplattenpreise entwickeln sich – jedenfalls langfristig – nach unten, während die einzelnen Platten immer größer werden. Last But not Least – je vielseitiger man einen Windows Home Server nutzt – ich denke da z.B. an das Thema on-the-fly Transkodierung von Video-Streams – um so mehr Leistung braucht auch ein Server. |  |
| Kurz: Der von mir getestete HFX PowerNAS 2011 wird allen diesen Anforderungen gerecht. | |
Zunächst hier die technischen Daten:
| interne Serverplatte | 2.5” 500GB Server-HDD (optional 80GB 2.5” SSD) |
| Festplatteneinschübe | 5 x 3.5” hot-plug fähig – aufrüstbar mit 5x2TB im Hardware-RAID-Betrieb oder 5x3TB ohne RAID bzw. im Software-RAID-Betrieb |
| Kühlkonzept | Passiv, über Kühlrippen. (auch die Festplatten) Sicherheitslüfter schalten sich automatisch zu, falls Festplatten zu heiß werden |
| Anschlüsse für externen Speicher | 4 USB 3.0, 1 x eSATA, 4 x USB 2.0 |
| CPU | Intel Core i3 Sandybridge 2100T (Optional: Core i5 2500T) |
| Arbeitsspeicher | 2, 4 oder 6GB DDR3 1333MHz |
| Mainboard/Chipset | Zotac H67 mit Intel RAID |
| weitere Anschlüsse | DVI, HDMI, DisplayPort, GB LAN, 7.1 Audio (optisch SP/DIF und analog) |
| Front-Display | weißes LCD 2*16 |
| optisches Laufwerk | optional: Slimline Slot-In DVD oder bluRay Laufwerk |
| Gewicht | 4,5 bis 10kg |
| Abmessungen | 20cm (h) * 24cm (b) * 24cm (t) |
| Garantie | 1 Jahr |
| Verbrauch (AUS) | 0,5W (Hersteller) / 0W (eigene Messung) |
| Verbrauch (Standby) | 1,7W (Hersteller) / 4W (eigene Messung) |
| Verbrauch (IDLE) | 25W (Hersteller) / 32W (eigene Messung) |
| Verbrauch (Volllast) | 95W (Hersteller) / 57W (eigene Messung) |

HFX PowerNAS 2011: Rückseite mit geöffneten Laufwerkseinschüben
Mehr Details beim Hersteller HFX.

Das Dashboard bietet eine sehr einfache und übersichtliche Möglichkeit, den Homeserver zu verwalten.

Der HFX PowerNAS 2011 integriert sich dank seiner Optik hervorragend auch in stylische Wohnumgebungen
Über die Vorzüge von Windows Home Server als NAS Betriebssystem könnte man ganze Bücher schreiben, dafür reicht ein kleiner Blogbeitrag nicht aus. Ich möchte daher im folgenden die für mich wichtigsten Punkte herausgreifen.
- Webzugriff auf die eigenen Daten inkl. eigener Domain, SSL-Zertifikat und Dyn-DNS Server
Ja wo gibt’s denn sowas? Im Handumdrehen und ohne Zusatzkosten ist mein Homeserver unter https://meinname.homeserver.com erreichbar. Für mich, und wenn erwünscht auch für meine Familie, Freunde etc. - Automatische Sicherung der Clients und des Servers
Alle Windows Clients können vom Windows Home Server automatisch gesichert werden, sogar ein Zeitplan lässt sich hinterlegen, mit dem man bestimmt, wie viele Backups aufgehoben werden (z.B. 3 tägliche Backups, 3 wöchentliche Backups und 3 monatliche Backups)
Es handelt sich um Vollbackups, ich kann also eine Sicherung zu 100% zurückspielen. Geht mir ein Laptop verloren oder hat meine Festplatte einen Headcrash, kann ich das Gerät reparieren bzw. ersetzen und dann 1:1 die Sicherung von gestern wieder einspielen.
Auch der Server lässt sich, über externe Festplatten (z.B. via USB3 oder eSATA) zur Gänze sichern. - Einfache Erweiterbarkeit des Gesamtspeichers
Mit WHS v1 ging’s zwar etwas einfacher (Drive Extender) aber auch WHS 2011 macht es leicht, den Speicherplatz nachträglich zu erweitern. Entweder über interne Festplatten (die PowerNAS verfügt über 5 hotplug-fähige Einschübe) oder über externe Platten. - Einfache Erweiterbarkeit mittels Add-Ins
Es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Verwaltung der eigenen Filme mittels “My Movies”, alternative Streaming-Server wie Asset, FireFly oder Twonky, Webserver, Torrent Clients, WebDAV Provider, Strom-Spar Software samt Wake-on-Lan usw. Näheres bei Home-Server-Blog.de
Doch was sind jetzt meine persönlichen Hauptanwendungsgebiete des Windows Home Servers?
- Bilder, Musik und Videos zentral speichern
Ich speichere meine Bildersammlung, meine Musiksammlung und meine Heimvideos darauf zentral, samt Off-Site Backup mittels externen Harddisks und Remote-Zugriff von überall aus mittels Web-Interface.
Auf meine Musiksammlung greife ich daheim von meinem Windows PCs und Phones zu, sowie vom Sonos Musiksystem (WHS+Sonos=Wunderbare Kombination). Von unterwegs greife ich über die Windows Phone App “My Home Server” oder über den Browser immer und überall auf sämtliche Daten zu. Besonders praktisch: So muss ich nicht mehr meine Musik auf mein Phone synchronisieren, sondern kann überall wo ich mit einer einigermaßen flotten Internetanbindung gesegnet bin, meine gesamte Musiksammlung genießen, indem ich sie live von meinem WHS streame.
- Backups, Backups, Backups
Backups sind wichtig, das hat sich für mich erst kürzlich gezeigt, als leider mein Auto aufgebrochen und mein Laptoprucksack gestohlen worden war. Doch Backups machen dann besonders viel Sinn, wenn sie regelmäßig, also im Idealfall automatisch geschehen. WHS übernimmt das für mich. Zusätzlich speichere ich gewisse Daten (Fotos, Videos, Musik) ausschließlich zentral, und mache sie bei Bedarf am PC offline verfügbar. So kann ich auch unterwegs z.B. Fotos von der Digicam auf die Festplatte spielen und sichergehen, dass diese bei der nächsten Verbindung mit meinem Heimnetzwerk automatisch auf den Homeserver überspielt werden. Auch der Server wird automatisch gesichert, und zwar auf externe Festplatten, die man dann z.b. im Büro aufbewahren kann oder wie in meinem Fall sogar einmal im Jahr zu den Schwiegereltern nach Amerika bringt. (Ein Off-Site Backup, dass sogar einen Atomkrieg überlebt – nicht dass dann die eigenen Daten noch eine Rolle spielen würden)
- Meine Filme, jederzeit
Ich habe 2 XBoxen, und 2 Windows Media Center PCs im Haus. Es ist für mich daher naheliegend, dass ich nicht gerne immer wenn ich einen Film sehen will, zum DVD/bluRay-Regal im Wohnzimmer laufen möchte. Daher stellt sich für mich Windows Home Server in Kombination mit den Add-In “My Movies” als ideale Möglichkeit dar, meine Filmsammlung zentral zu verwalten, und von allen meinen Geräten aus jederzeit drauf zuzugreifen. Wenn nötig sogar von unterwegs.
- TV-Aufzeichnungen im ganzen Haus (und unterwegs)
Mein Windows Media Center verfügt über 4 Tuner (DVB-S2) – mit dem Windows Media Center Connector von Windows Home Server 2011 werden alle Aufzeichnungen automatisch auf den Home Server überspielt und stehen somit auf allen PCs und XBoxen im Haus zur Verfügung sowie auch unterwegs via Web-Oberfläche oder Windows-Phone-App (inkl. bandbreitenschonender Transkodierung)
Fazit zur HFX PowerNAS 2011:
Mein Gerät! Leise, stylisch, technisch 1A, vielseitig, erweiterbar. Da ich nicht teilnahmeberechtigt bin am Gewinnspiel, werde ich mir das Teil wohl kaufen müssen ;-)
Sobald mein aktueller Dell Server von meiner Wohnung in’s Büro übersiedelt ist, werde ich das auch tatsächlich machen. Meine Stromrechnung wird’s mir auch danken.
Achtung: Nur noch heute Sonntag (19.2.2012) hast du Gelegenheit, diesen Home Server von HFX auf der Facebook Seite Windows (deutsch) zu gewinnen.