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Windows 8: Windows To Go

von Georg Binder 29. September 2011 10:00

Nein, das übersetzt man nicht etwa mit “Windows zum Davonlaufen”. Windows To Go ist nichts anderes als die Installation von Windows 8 auf einem Wechseldatenträger wie einer USB Festplatte oder einem Stick. Wohlgemerkt AUF einem Stick (nicht von,.. das wäre so,.. old style).

Das Szenario: man hat eine sichere Firmenumgebung auf seinem Stick dabei, zum Beispiel um seinen privaten PC verwenden zu können oder … wo auch immer man keinen eigenen PC hat und auch keinen Remote Desktop hat/kann/will.

image

Wie schon die Architektur mit der Enterprise Volume Activation mehr als nur andeutet, wird das wohl der Enterprise Variante vorbehalten sein – wenngleich Microsoft zu Editionen bislang noch überhaupt nichts gesagt hat. Sehr wohl gesagt haben sie, dass diese Version noch nicht aktiviert werden muss, man kann also derzeit unbegrenzt seine eigene bootfähige Windowsinstallation erstellen. Das Deployment bzw. die Erstellung eines solchen Sticks folgt den bekannte Mechanismen der letzten Windowsversionen, inklusive BitLocker support, ImageX ist unser Freund…

imagex /apply N:\Images\my-windows-partition.wim 1 W:\
Bcdboot.exe w:\windows /s X: /f ALL

Und dann sollte es auch schon laufen. So weit die gute Nachricht, hier die Einschränkung: mit USB 2.0 wird man nicht weit kommen, es sollte unbedingt ein USB 3.0 Gerät sein, und selbst hier ist (wie so vieles bei Windows 8) noch nichts fix und auch noch nicht wirklich “produktionsreif”. Steve Silverberg, der Lead Program Manager für Windows to Go meint dazu:

Our plan for Windows to Go was to showcase the feature at //Build/ but not enable broad creation of drives. The lack of capble flash drives in the market will lead many to try on sub standard drives and get a sub standard experience. The drive we distributed (Kingston 32GB USB 3.0) drive was specially modified (firmware changes) to work including reporting itself as fixed instead of removable. We realize many would like to try this feature now, but we (and hardware eco-system) are simply not ready for general consumption yet. We will communicate more information on this in the Beta timeframe.

Jaja, blabla. Ah, guter Tipp, das Drive fix machen hilft :) Gut, dann sollte man es vermutlich aber nicht mehr im Betrieb abziehen, so wie das bei einer Demo auf der BUILD der Fall war. Denn man kann den Stick sogar im Betrieb entfernen – wohlgemerkt den Stick wo Windows drauf läuft:

  • Das Entfernen wird vom USB Stack bemerkt
  • Der Kernel friert das System ein
  • Der Stack wartet 60 Sekunden lang auf die Wiederkehr des Widnows-Sticks, wenn nicht wird das System abgeschaltet.
  • Sollte der Stick innerhalb von 60 Sekunden wieder da sein – fein, dann geht’s normal weiter.

Habe das kurz mal mit meinem Windows 7 probiert. Bluescreen.

Danke an den anonymen Tippgeber, wo ich nicht mal sagen soll, ob der einen Bart hat oder nicht, weil er unbekannt bleiben möchte. Kleines Feedback vom Tippgeber:

Habe eine USB 3.0 Disk genommen und wie beschrieben behandelt. Erster Start ca. 3 Minuten bis zur Erstkonfig, alle weiteren so schnell wie lokale Disk. Nutzung pfeift unglaublich, alle Treiber gefunden, macht echt Spaß. D.h. mein Firmenlaptop mit Bitlocker ist nun auch gleichzeitig Windows 8 Dev Preview, ohne dass die Windows 7 Installation in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist…

Klingt gut. Und ich habe auf keinem Rechner USB 3.0. Ich glaube ich sollte mal wieder ein Hardwareupgrade durchführen,… nächstes Jahr.

Mehr Information (Video und Slides von der BUILD) zu Windows To Go: http://channel9.msdn.com/Events/BUILD/BUILD2011/HW-245T

 

Comments (7) -

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9/29/2011 12:40:11 PM#

ENDLICH! Sooooooo lange auf das gewartet, was in Linux-Umgebungen schon lange möglich ist... Mein persönliches Windows - überall dabei, sehr schön!


crashDAustria | Reply

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9/29/2011 12:54:59 PM#

Jaaaaa, und Du brauchst auch nur einen Volumslizenzverrag und einen KMS Server dazu .... hurraaaaaaaaaaaaaaaa

(Nein, halt, das wissen wir nicht, vielleicht ist die Grafik ja falsch. Aber ich gluabe mal nicht, dass das Microsoft von der Editionitis geheilt wird und diese Funktion jedem zur Verfügung steht.)

Georg BinderAustria | Reply

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9/29/2011 7:08:35 PM#

Also kleiner Hinweis von dem anonymen Tippgeber:
Es war zwar eine USB 3.0 Platte, allerdings dachte ich nur, dass mein Notebook USB3.0 hat - hat es nicht.
D.h. es funkt ganz wunderbar von einer (schnellen) USB Platte oder einem schnellen USB Stick.
Kleiner Tipp noch: das bcdboot muss von einer WIn 8 INstallation passieren - einfach booten von der Win 8 INstall DVD und beim ersten Setupscreen <SHIFT>+<F10> drücken und von der Commandline dann das bcdboot machen...

SagichnichtAustria | Reply

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9/30/2011 3:27:25 PM#

Das klingt mal echt nach einem Fortschritt. Also mit Windows 8 dann einen passenden USB Stick präparieren und immer den eigenen Rechner mit auf Reisen.
Passende Sticks sollten ja im kommenden Jahr bezahlbar sein.

rainer.rGermany | Reply

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2/16/2012 8:37:28 PM#

Georg: Wie "anonymer Tippgeber" schreibt, reicht eine USB 2.0-Festplatte - läuft in der DP ganz gut (siehe auch [1]). Beim USB-Stick habe ich noch irgendwo gelesen, dass Microsoft beim USB-Stick, der auf der Developer Preview verteilt wurde, die Firmware so modifizieren ließ, dass der Stick aus USB-Festplatte erkannt wurde.

Bleibt jetzt interessant, ob die Beta (Consumer Preview) wieder den Assistenten zum Erzeugen einer To Go-Version an Bord hat.

zu CrashD: Es trifft zwar zu, dass Linux von USB-Medien läuft (die nutzen eine etwas andere Architektur beim Booten). War mir aber aufgefallen ist: Neuere Versionen wie Linux Mint laufen mittlerweile recht zäh von einem USB-Stick.

1: www.borncity.com/.../

Günter BornGermany | Reply

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2/17/2012 9:31:01 AM#

Irgendwo hab ich gehört, dass der Consumer Preview eventuell Windows 2 Go fehlt - ich könnte mir auch denken, warum... (vermutlich läuft die schon so gut & stabil, dass sie sonst produktiv eingesetzt wird,....).

Georg BinderAustria | Reply

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10/8/2012 9:57:28 AM#

Hallo zusammen,

ich habe mir vor einigen Tagen eine Windows To Go Platte (Seagate 1TB SRD0SP0) erstellt. Das Booten und Arbeiten funktioniert auch super, nur sehe ich bei einigen Rechnern die internen Festplatten und kann ohne Probleme darauf zugreifen. Das sollte ja normalerweise nicht der Fall sein, da die interenen Platten offline geschaltet werden sollten, sobald man Windows To Go bootet.
Wie gesagt, der Effekt ist nur bei einigen Rechnern augetreten...
Habt ihr eine Ahnung woran das liegen kann?

Grüße!

efteGermany | Reply

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