Multimonitorbetrieb am Surface Pro 2

der Inbox aufgepoppt: “Unser Chef möchte sich gerne das Microsoft Surface Pro 2 zulegen. Es muss aber unbedingt für Dual Monitor geeignet sein. Bei [ENTFERNT] sagt man uns, dass dies nicht möglich ist.”

Kurz darauf hatte ich eine zweite und heute die dritte ähnliche Anfrage. Wenn man eine Frage mehrfach innerhalb kurzer Zeit bekommt, dann ist ein aufklärender Artikel wohl angebracht. Auch wenn die Anfrage fast ein wenig seltsam erscheint,.. natürlich kann man einen zweiten Monitor ans Surface anschließen… und gerade für Multimonitor-Setups hat sich ja mit Windows 8 und 8.1 einiges getan (DPI Settings, Taskleiste,…).

Dual Monitor

Surface Pro und Pro 2 haben einen Mini-DisplayPort. Den verbindet man per DisplayPort-Kabel mit dem Ausgabegerät. Klar, dafür muss der Monitor einen DisplayPort-Eingang haben. Geht aber auch per HDMI, dazu schlicht mit einem einfachem Unter-10-EUR-Kabel (direkt von mini-DP auf HDMI) oder Adapter anschließen. Oder DVI – selbe Geschichte. Empfehlenswert (weniger für den Arbeitsplatz als für den mobilen Einsatz) ist dennoch ein zusätzlicher mini-DisplayPort auf VGA Adapter, weil es in Konferenzräumen oft noch an den entsprechenden Anschlüssen fehlt.

Soweit wie gehabt… aber es geht noch mehr:

Tripple Monitor

Damit nicht genug, man kann auch ZWEI Monitore an den Surface Pro 2 hängen (Achtung, da ist 2 bei Surface Pro 2 wichtig, meiner Info nach kann das der 1er nicht).  Dazu wird der Surface Pro 2 per DisplayPort an den ersten Monitor angeschlossen, der zweite Monitor hängt per Kette am ersten Monitor dran (wenn die Monitore das unterstützen!) – diesen Vorgang bzw. diese  Reihenschaltung nennt man  “Daisy Chaining” – was ich vom Namen her wunderhübsch finde. Besser als die eigentliche Bezeichnung: DisplayPort 1.2 Multistream Transport (MST).

SurfaceMultiMonitor

Das ist das Foto von Christian, der zwei Monitore mit jeweils 2560×1440 am Surface Pro 2 betreibt (fällt wohl unter die Kategorie “man kann’s auch übertreiben”).

30 Zoll mit 2560×1600

Stichwort: “Man kann’s auch übertreiben”, ich hatte ein anderes Problem. Ich habe einen 30-Zoll Monitor, der als einzigen Eingang (ist schon älter,…) Dual-DVI aufweist und das mit einer nativen Auflösung von 2560×1600. Fesch. Nur leider über der Spezifikation von DisplayPort… die geht aus einem mir nicht ganz erfindlichen Grund offenbar nur bis 1440. Also nicht fesch. Mit einem einfachen Adapter (den es geben würde) von DP auf DVI würde ich dennoch nicht die volle Auflösung erhalten… ist kein Surface Problem, sondern generell mit den neueren Devices und ich kenne keinen aktuellen Laptop, der eine Dual-DVI Ausgabe hätte.

Neuer Monitor? Noch nicht, es gibt aktive Adapter, die zwar teuer sind, aber angeblich funktionieren. Dazu verbindet man den Adapter per DisplayPort und USB (für die Stromversorgung) und erhält die voll Auflösung. Ich habe es riskiert:

image_1306

Und es funktioniert. Im Bild mein Helix, der wie der Surface Pro 2 ebenfalls eine GPU aus der Intel HD Graphics 4xxx Serie hat:

WP_20131118_004 image_1307

Ganz happy bin ich ob des extra Kästchens und den dazugehörigen Kabeln auf meinem Schreibtisch zwar nicht, aber die 120 EUR, die der Adapter gekostet hat, sind immer noch billiger als ein neuer Monitor.

Fazit

Kurzum: Alles geht gleich ob Dual, Tripple, Übergroß oder ganz ohne Kabel mit Miracast.

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