Windows 8: Windows To Go

Nein, das übersetzt man nicht etwa mit “Windows zum Davonlaufen”. Windows To Go ist nichts anderes als die Installation von Windows 8 auf einem Wechseldatenträger wie einer USB Festplatte oder einem Stick. Wohlgemerkt AUF einem Stick (nicht von,.. das wäre so,.. old style).

Das Szenario: man hat eine sichere Firmenumgebung auf seinem Stick dabei, zum Beispiel um seinen privaten PC verwenden zu können oder … wo auch immer man keinen eigenen PC hat und auch keinen Remote Desktop hat/kann/will.

image_919

Wie schon die Architektur mit der Enterprise Volume Activation mehr als nur andeutet, wird das wohl der Enterprise Variante vorbehalten sein – wenngleich Microsoft zu Editionen bislang noch überhaupt nichts gesagt hat. Sehr wohl gesagt haben sie, dass diese Version noch nicht aktiviert werden muss, man kann also derzeit unbegrenzt seine eigene bootfähige Windowsinstallation erstellen. Das Deployment bzw. die Erstellung eines solchen Sticks folgt den bekannte Mechanismen der letzten Windowsversionen, inklusive BitLocker support, ImageX ist unser Freund…

imagex /apply N:\Images\my-windows-partition.wim 1 W:\
Bcdboot.exe w:\windows /s X: /f ALL

Und dann sollte es auch schon laufen. So weit die gute Nachricht, hier die Einschränkung: mit USB 2.0 wird man nicht weit kommen, es sollte unbedingt ein USB 3.0 Gerät sein, und selbst hier ist (wie so vieles bei Windows 8) noch nichts fix und auch noch nicht wirklich “produktionsreif”. Steve Silverberg, der Lead Program Manager für Windows to Go meint dazu:

Our plan for Windows to Go was to showcase the feature at //Build/ but not enable broad creation of drives. The lack of capble flash drives in the market will lead many to try on sub standard drives and get a sub standard experience. The drive we distributed (Kingston 32GB USB 3.0) drive was specially modified (firmware changes) to work including reporting itself as fixed instead of removable. We realize many would like to try this feature now, but we (and hardware eco-system) are simply not ready for general consumption yet. We will communicate more information on this in the Beta timeframe.

Jaja, blabla. Ah, guter Tipp, das Drive fix machen hilft :) Gut, dann sollte man es vermutlich aber nicht mehr im Betrieb abziehen, so wie das bei einer Demo auf der BUILD der Fall war. Denn man kann den Stick sogar im Betrieb entfernen – wohlgemerkt den Stick wo Windows drauf läuft:

  • Das Entfernen wird vom USB Stack bemerkt
  • Der Kernel friert das System ein
  • Der Stack wartet 60 Sekunden lang auf die Wiederkehr des Widnows-Sticks, wenn nicht wird das System abgeschaltet.
  • Sollte der Stick innerhalb von 60 Sekunden wieder da sein – fein, dann geht’s normal weiter.

Habe das kurz mal mit meinem Windows 7 probiert. Bluescreen.

Danke an den anonymen Tippgeber, wo ich nicht mal sagen soll, ob der einen Bart hat oder nicht, weil er unbekannt bleiben möchte. Kleines Feedback vom Tippgeber:

Habe eine USB 3.0 Disk genommen und wie beschrieben behandelt. Erster Start ca. 3 Minuten bis zur Erstkonfig, alle weiteren so schnell wie lokale Disk. Nutzung pfeift unglaublich, alle Treiber gefunden, macht echt Spaß. D.h. mein Firmenlaptop mit Bitlocker ist nun auch gleichzeitig Windows 8 Dev Preview, ohne dass die Windows 7 Installation in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist…

Klingt gut. Und ich habe auf keinem Rechner USB 3.0. Ich glaube ich sollte mal wieder ein Hardwareupgrade durchführen,… nächstes Jahr.

Mehr Information (Video und Slides von der BUILD) zu Windows To Go: http://channel9.msdn.com/Events/BUILD/BUILD2011/HW-245T

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